Die Düsseldorfer VVN-BdA war in Köln im Bündnis DSSQ vertreten

24. April 2017

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Die Anreise von DSSQ war zweigeteilt: Die Jüngeren, bzw. die mit dem besseren Sitzfleisch für Blockaden ausgestattete Gruppe, traf sich schon um 6:20 Uhr am Hauptbahnhof Düsseldorf, um dann gemeinsam nach Köln zu fahren. Die älteren Semester, zwar sitzfaul, aber lauf- und protestierfreudig, trudelten um 10:30Uhr am Heumarkt ein.
Die Befürchtungen von Presse und Fernsehen haben sich nicht bestätigt. Dennoch agierte die Kölner Polizei mit einem Großaufgebot, dass Ladenbesitzer staunen und fragen ließ : „War denn eine Schließung des Ladenlokals bei der friedlichen Stimmung überhaupt notwendig?“

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Schon am letzten Wochenende war  11 rechten Pappnasen der Weg durch Köln mit einem unverhältnismäßig großen Polizeiaufgebot freigehalten worden. Man habe linksextreme Ausschreitungen zu befürchten und müsse den Rechten die Versammlungsfreiheit und freie Meinungsäußerung gewähren.  Blockaden, die sich den Rechten in den Weg setzten, wurden hingegen wieder einmal kriminalisiert. Man kann nur mahnen „Wehret den Anfängen“. Noch werden Blockaden vereinzelt von übereifrigen Polizeibeamten kriminalisiert, doch wenn sich die Parteien erst einmal einigen und die Gesetze entsprechend verändert werden, können Blockaden als Gewaltdelikte strafverfolgt werden. Bei der stetig wachsenden Zahl  rechter Gewalttaten muss nun augenscheinlich etwas getan werden, damit auch das linksextremistische Bild nicht gänzlich verblasst.

– Es reicht einfach –

Menschen, die sich gegen diese Hetzer zur Wehr setzten, als undemokratisch Handelnde bzw. als Chaoten zu bezeichnen, ist der eigentliche undemokratische Akt. Ganz zu schweigen davon, wenn friedliche Blockaden mit Schlagstockeinsatz beendet werden.
Am 05.04.2017 schrieb der  Kölner Stadt Anzeiger „Hohe abstrakte Gefahr“  – Sicherheitskräfte in NRW trainieren Terror-Einsätze.

Der schwarze Block

Der schwarze Block

Man erhält den Eindruck die Sicherheitskräfte kommen aus dem Trainieren für ein größeres Ereignis „Stichwort G20“ gar nicht mehr heraus.

Nach den Blockaden vom 22.04. formierte sich ein großer Demo Zug der „Kampagne Solidarität statt Hetze“. Die Demonstration startete mit 10.000 Teilnehmer/innen, zu denen immer mehr Menschen von den einzelnen Blockadepunkten dazu stießen, so dass der Demonstrationszug auf 15.000 Teilnehmer/innen anwuchs.  Begleitet und unterstützt wurde der  Demonstrationszug  von der VVN und Freund*innen unter anderem mit der Bereitstellung des Feuerwehrwagens, der den hinteren Teil der Demo mit Musik versorgte. Einige Bundespolizisten, die einen Drucklufttank auf dem Rücken und die Stange mit Verneblerdüse fest in ihrer Hand hielten,  begleiteten ebenfalls die Demo. Es kam aber nicht zu einem Einsatz gegen die friedlich Demonstrierenden. Selbst das Grün in der Gleisschotterung der Kölner Straßenbahn wurde verschont.

Lautstarke Unterstützung durch die VVN und ihre Freund*innen

Lautstarke Unterstützung durch die VVN und ihre Freund*innen

Danke an die Organisatoren von „Köln gegen Rechts“, die das alles hervorragend organisiert haben.

„Köln stellt sich quer“ hatte einen eigenen Demonstrationszug angemeldet. Wie der begleitet wurde, darüber kann nicht berichtet werden, da sich sowohl ältere als auch jüngere Semester von „DSSQ“ wieder auf dem Heimweg befanden.