Solidarität mit Venezuela – Veranstaltungen des Friedensforums Düsseldorf

21. Februar 2019

Mahnwache vor dem US-Konsulat am Samstag, dem 23. Februar.
Treffpunkt: Bertha-Von-Suttner-Platz, 12-13 Uhr

Zu dieser Mahnwache lädt ein Bündnis von Internationalist*innen ein, dem
wir (das Friedensforum) uns gerne anschließen. Sein Motto und seine Begründung:

KEINE INTERVENTION IN VENEZUELA

Die Vereinigten Staaten betreiben einen aggressiven, völkerrechtswidrigen Regimechange in Venezuela. Es geht den USA dabei nicht um humanitäre Hilfe, sondern um die weltgrößten Ölvorkommen und die Wiedererlangung der Kontrolle in ihrem Hinterhof.
Von kolumbianischen Boden aus wird eine Intervention in Venezuela vorbereitet, werden Truppen in Bewegung gesetzt, die den Frieden in der Region gefährden und ein weiteres Land in Südamerika unter die Kontrolle von rechten, den USA wohlgesinnten Statthaltern bringen sollen.

Unabhängig davon, wie wir jeweils zur aktuellen Regierung in Venezuela stehen, protestieren wir gegen die Einmischung und Anerkennung eines nichtlegitimen Marionetten-Präsidenten durch die deutsche Regierung und die EU.

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DROHT EIN NEUES CHILE IN VENEZUELA?
Venezuela im Zentrum der geopolitischen Auseinandersetzungen über die Kontrolle von Rohstoffen

Dienstag, 12. März 2019, 19 Uhr
Bürgerhaus Bilk (Salzmannbau), Himmelgeister Str. 107, Raum 116/117

Mitveranstalter sind Cuba Sí, Partei Die Linke, DKP, SDAJ, VVN-BdA und ecomujer.

Liebe Friedensfreundinnen und Friedensfreunde,

der Konflikt in und um Venezuela spitzt sich weiter zu. Die USA begnügen sich nicht mehr mit Boykottmaßnahmen und Kriegsdrohungen gegen das Land; inzwischen bereiten sie offenbar auch eine direkte militärische Intervention vor.
Und die EU, allen voran die Bundesregierung, leisten diesem völkerrechtswidrigen Vorgehen durch die Anerkennung des alerten, von den USA gesponserten und gemanagten Putschistenhäuptlings Guaidó als „Übergangspräsident“ diplomatische und „moralische“ Schützenhilfe.

Wir vom Friedensforum sagen dazu: Nicht mit uns! Und nicht in unserem Namen!

Und wir laden euch deshalb zu einer Veranstaltung ein, in der über die aktuelle Entwicklung in und um Venezuela und ihre Hintergründe informiert wird.

Referent des Abends ist Harri Grünberg, Mitglied des Parteivorstands der Partei Die Linke und seiner Internationalen Kommission. Grünberg, geboren 1951 im Lager für jüdische Überlebende des Holocaust in Feldafing/Wolfratshausen, wuchs auf in Rio de Janeiro (Brasilien) und in Caracas (Venezuela).
Er studierte Politikwissenschaft in Frankfurt a.M., hat sich als Lateinamerikaspezialist einen Namen gemacht und ist bei Cuba Sí engagiert.

DSSQ – Keinen Raum der AfD – Dienstag, 26. Februar, ab 16:30 an der VHS Düsseldorf

20. Februar 2019

Einladung von DSSQ – Düsseldorf Stellt Sich Quer

Dienstag, 26. Februar 2019 ab 16:30 an der VHS / Bertha-Von-Suttner-Platz

Für Dienstag, 26. Februar 2019, laden AfD-Bundestagsabgeordnete aus NRW zu einem „Bürgerdialog“ in die Volkshochschule Düsseldorf am Bertha-von-Suttner-Platz ein. Einlass ist ab 17:15 Uhr.

Der AfD-Rechtsaußen und ehemalige NRW-Landessprecher Martin Renner aus dem Kreis Mettmann möchte dazu referieren, wie aus einem „Linksstaat“ ein „Rechtsstaat“ zu machen wäre. Udo Hemmelgarn aus Ostwestfalen, der keinerlei Berührungsängste zur „Reichsbürger“-Szene und anderen rechten Verschwörungstheoretikern hat, will sich zu den Ursachen der Wohnungsknappheit auslassen. Und Michael Espendiller aus dem Münsterland möchte zum Thema „Klimawandel und Energiewende“ sprechen, was erfahrungsgemäß auf ein Leugnen der menschengemachten globalen Erwärmung hinausläuft.

Gründe genug also, um einen lauten Protest gegen die geplante Veranstaltung zu organisieren. Hinzu kommt, dass sich bei ähnlichen AfD-Veranstaltungen in anderen Städten noch weiter rechts stehende Gruppierungen mit der AfD solidarisiert und eigene Kundgebungen vor dem Veranstaltungsgebäude angemeldet haben, um Gegendemonstrant_innen auf Abstand zu halten. Zuletzt geschah das am 6. Februar 2019 in Mönchengladbach durch den extrem rechten Verein „Mönchengladbach steht auf“ um ihren Vorsitzenden Dominik Roeseler, der sich auch bereits an den Patrouillen der „Bruderschaft Deutschland“ in Düsseldorf-Eller
beteiligte und als Mitbegründer der „Hooligans gegen Salafisten“ (HoGeSa) gilt. Damit dies nicht auch in Düsseldorf geschehen kann, haben wir direkt nach Bekanntwerden der Veranstaltung vor dem VHS-Gebäude eine Kundgebung angemeldet.

Nach Angaben der VHS, der bei der Raumvergabe an die AfD juristisch die Hände gebunden sein sollen, wird der laufende Betrieb auch während der AfD-Veranstaltung nicht unterbrochen. Wer also noch in der Bibliothek zu tun hat, darf das Gebäude ungehindert betreten. Alle anderen sind aufgerufen, an unserer Kundgebung gegen Rassismus, Sexismus und Klimaleugner teilzunehmen. Beginn ist 16:30 Uhr.

Demo in Düsseldorf-Eller / 9.2.2019 – Rede von Jürgen Schuh

11. Februar 2019

Liebe Freundinnen Freunde,

die Naivität, dass es sich bei unserer heutigen Demonstration heute um eine Demonstration gegen irgendwelche „Ordnungshüter einer selbsternannten Bruderschaft“ in Eller handelt, möchte ich Euch allen nicht unterstellen.

Es geht um mehr! Es geht um das Problem, dass sich in Düsseldorf, in NRW, in Deutschland und Europa eine Renaissance des Faschismus breitmacht, die nicht auf ein paar „Schwachköpfe“ in Eller reduziert werden kann und darf.

Ich spreche hier für die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschisten und Antifaschistinnen – VVN-BdA Düsseldorf. Wir sind die Kinder, die Enkel derjenigen, die die Zuchthäuser und die Konzentrationslager der Faschisten überlebten und damals schworen: „…den Kampf erst einzustellen, wenn auch der letzte Schuldige vor den Richtern der Völker steht…“ und…“eine neue Welt des Friedens und der Freiheit aufzubauen!“

Den Schwur der Überlebenden der Häftlinge von Buchenwald konnte bis heute nicht eingelöst werden. Darum kämpfen wir heute noch.

Der erste Kanzler der Bundesrepublik, Konrad Adenauer,
sagte schon 1951 wo es langzugehen hatte:
“Ich meine, wir sollten jetzt mit der Nazikriecherei Schluss machen. Denn verlassen Sie sich darauf: Wenn wir damit anfangen, weiß man nicht, wo es aufhört.“ Der „Alte von Rhöndorf“ brauchte seine Nazi-Kader.

Und damit begann die Nachkriegstragödie der Rehabilitierung der Altfaschisten, die Bertold Brecht mit den Worten beschrieb: „Der Schoß ist fruchtbar noch, aus dem das kroch.“

Der Aufbau der Nachkriegsjustiz, der Politik, der gesamten politischen Administration, der Polizei, der Sicherheitsdienste, der späteren Bundeswehr wurden mit den ehemaligen 100.000den erfahrenen NSDAP-Kräfte entwickelt. So sahen dann auch die Ämter aus.

Die Kontinuität der faschistischen Personalien seien nur mit einigen Namen belegt:
Bundeskanzler Kiesinger, Kanzleramtsstaatssekretär Hans Globke, Staatssekretär Prof. Vialon, Minister Oberländer, General Heusinger usw. usf. .Die Liste der Faschisten, deren Karriere nach 1945 in allen politischen Etagen ungebrochen weiterlief, lässt sich ohne Ende fortsetzten. Deren politische Auswirkungen zeigen sich bis heute.

Von einer Reinigung des Staatsapparates von Altnazis kann überhaupt nicht die Rede sein. Währen die ehemaligen NS-Berufsbeamten per Gesetz wieder in den öffentlichen Dienst kamen, wurden zahlreiche Antifaschisten per sogenanntem Blitzgesetz daraus entfernt oder ihrer Entschädigungs- und Wiedergutmachungsleistungen beraubt.
In der Ära Schrübbers, des Präsidenten des Verfassungsschutzes mit NS-Vergangenheit, wurden gegen die Kinder und Enkel der Antifaschisten Berufsverbote verhängt.

In einer Demokratie, die von sich in Anspruch nimmt, Lehren aus der Geschichte gezogen zu haben, müssten die Anfänge der Verbreitung faschistischer Ideologie unter Strafe gestellt sein. Die Freiheit der Meinungsäußerung muss verteidigt werden. Aber wir leben nicht in geschichtsfreien Räumen.

Völlig unverständlich ist uns, dass die Vertreter der neofaschistischen AfD ihre rassistischen, ausländerfeindlichen, neofaschistischen Parolen in allen Landesparlamenten und im Bundestag ungehindert verbreiten dürfen.
Vorläufiger Höhepunkt war der Auftritt vom Fraktionsvorsitzenden der AfD Alexander Gauland im Deutschen Bundestag, wo er erklären durfte, der deutsche Faschismus

sei ein „Vogelschiss in der Geschichte“ gewesen.

Dieser „Vogelschiss in der Geschichte“ hat immerhin Deutschland und ganz Europa verwüstet und Millionen Menschenopfer gekostet. Dass dieser Bundestagsabgeordnete nicht vom Rednerpult her verhaftet wurde und sich kein Abgeordneter gefunden hat, diesem Faschisten das Maul zu stopfen, wirft ein bezeichnendes Licht auf dieses höchste Gremium des deutschen Volkes.

Für uns bleibt es dabei:

Jeder festgenommene Antifaschist ist einer zuviel!
Jeder nicht festgenommene Neofaschist ist einer zuwenig!
Faschismus ist keine Meinung sondern ein Verbrechen!

Jürgen Schuh


(Foto: DSSQ)

BiBaBuZe – 14.2.2019 * Kai Degenhardt auf anderen Routen

4. Februar 2019

Kai Degenhardt (*1964), Liedermacher und Wanderer in musikalischen Welten, stellt sein 2018 erschienenes Album „Auf anderen Routen“ vor. Die Wölfe mitten im Mai sind immer noch unter uns. Jaja, so sind hier die Leute.

 

Donnerstag, 14.02.2019, 20.00 Uhr, Eintritt 10 €
Konzert
Kai Degenhardt
Auf anderen Routen
in Kooperation mit Lama-Musik e.V.

Rede von Gisela Blomberg (VVN-BdA) bezüglich der Gedenkfeier am 27. Januar 2019

28. Januar 2019

Gedenken an die ehemaligen KZ-Häftlinge der Lager Berta 1 und Berta 2 am Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus 2019.

Gemeinsame Veranstaltung der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten e.V. (VVN-BdA) Düsseldorf und des Düsseldorfer Friedensforums.

Rede von Gisela Blomberg (Kreisvorstand VVN Düsseldorf)

Heute vor 74 Jahren wurde das KZ Auschwitz durch die Rote Armee befreit.

Auch in Düsseldorf gab es 6 KZ-Außenlager, 5 davon waren Außenkommandos des KZs Buchenwald, das Lager in Düsseldorf-Stoffeln war eine Außenstelle des KZs Sachsenhausen, darüber hinaus gab es in dieser Stadt über 400 Lager für Zwangsarbeiter. 1944 waren in Düsseldorf 35.000 Menschen, d.h. über ein Viertel aller Beschäftigten, unter unmenschlichen Bedingungen zur Zwangsarbeit eingesetzt. In den Nürnberger Kriegsverbrecherprozessen wurde Zwangsarbeit als ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit verurteilt.

Wir möchten heute den Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus zum Anlass nehmen, an die Buchenwalder KZ-Häftlinge, die hier in der Waffenschmiede Rheinmetall zur Sklavenarbeit gezwungen wurden, zu erinnern.

Bei Rheinmetall hat das Geschäft mit dem Tod Tradition, Profite werden mit Aufrüstung und Kriegen generiert. Schon im 1. Weltkrieg war Rheinmetall einer der größten deutschen Rüstungshersteller, auch damals wurden Zwangsarbeiter ausgebeutet.

Nur 20 Jahre später verbündete sich Rheinmetall mit dem Nazi-Regime, die imperialistischen Expansionspläne der deutschen Faschisten entsprachen den Konzerninteressen, Aufrüstung und aktive Kriegsvorbereitung kurbelten erneut die Profite an. Konzernvertreter wie Generaldirektor Hellmuth Röhnert und andere Manager vertraten die Interessen von Rheinmetall in den wichtigsten Gremien der Kriegsführung.

Am 11. April 1937 kam Adolf Hitler zu Rheinmetall in Düsseldorf, 1939 wurde in der Festschrift zum 50-jährigen Firmenjubiläum dieser Besuch „als die größte Ehre, die einem deutschen Werk widerfahren kann“ bewertet. Und weiter hieß es dort:

Möge es dem Werk vergönnt sein, an der gewaltigen Aufbauleistung unseres geliebten Führers und Reichskanzler Adolf Hitlers …. zum Wohle des Großdeutschen Volkes auch in der Zukunft erfolgreich mitzuarbeiten!“

Nach dem Hitler Besuch gaben sich weitere Nazigrößen ein Stelldichein bei Rheinmetall.

Um während des Krieges die Rüstungsproduktion zu forcieren wurde – wie schon zuvor im 1. Weltkrieg – auf die Ausbeutung von Zwangsarbeitern zurückgegriffen. Diesmal in noch größerem Stil, mindestens 300.000 Sklavenarbeiter schufteten unter menschenunwürdigen Bedingungen 12 Stunden und mehr pro Tag in den Rüstungswerken des Konzerns.

Ab 1943 wurden in den Düsseldorfer Werken – und nicht nur hier – Häftlinge aus den Konzentrationslagern angefordert.

Zuerst wurde das Kommando Berta (ein Deckname für Rheinmetall) an der Schlüterstraße in Düsseldorf Flingern eingesetzt. Etwa 600 Häftlinge waren in der Werkshalle, die sie nicht verlassen durften, eingesperrt, die Bedingungen waren katastrophal, in den ersten Monaten gab es noch nicht einmal sanitäre Anlagen.

Ab dem 1.September 44 wurde an diesem Ort hier ein weiteres KZ Außenlager, genannt Berta II in Betrieb genommen. 260-270 Häftlinge waren in dem Keller der ehemaligen Rheinmetall-Halle unter menschenunwürdigen Bedingungen eingeschlossen. Nur zur Arbeit durfte der Keller verlassen werden.

Die KZ-Außenlager Berta I und Berta II unterstanden der SS, Wilhelm Knauf der Kommandant beider Lager wurde nach dem Krieg zu 10 Jahren Zuchthaus verurteilt.

Zur Bewachung waren auch Düsseldorfer Schutzpolizisten eingesetzt.

Die hygienischen Verhältnisse in beiden Lagern waren völlig unzureichend, es gab zu wenig Kleidung und die Häftlinge litten an chronischer Unterernährung. Im Feb. 44 starben 3 Häftlinge, da sie aus Mangel an Nahrung giftige Knollen gegessen hatten.

Brutalität bestimmte den Alltag, die Prügelstrafe mit Gummischläuchen auf das nackte Gesäß gehörte zum „normalen“ Tagesablauf, zudem wurden Kollektivstrafen verhängt, viele Häftlinge wurden zu Tode gequält. Die Todesursachen wurden meistens unter den Begriffen Herzversagen oder Suizid versteckt.

Bei einem Luftangriff auf das Lager Berta I kam es unter den Häftlingen zu einer verständlichen Panik, sie rannten vom Werksgelände, vielleicht nutzten einige die Situation auch zur Flucht, die SS-Männer erschossen daraufhin 18 von ihnen.

Der größte Teil der Häftlinge kam aus Russland, der Ukraine, Polen, Frankreich, Italien, Belgien, den Niederlanden und der Tschechoslowakei, aber es gab auch einige deutsche Häftlinge. Sie alle wurden in der Produktion der Behälter für die sogenannten Vergeltungsraketen V1 und V2 eingesetzt. Unter den deutschen Häftlingen gab auch einige Politische, Toni Fleischhauer war einer von ihnen, er konnte aus dem Lager flüchten und berichtete später, dass es sehr wohl Versuche gab, die Produktion zu sabotieren, es war allerdings sehr gefährlich. Wenn dies auffiel, wurden 10 Häftlinge erschossen.

Sabotage geschah teilweise durch langsames Arbeiten, aber auch durch schnelles Arbeiten, da dann die Schweißnähte der Raketenbehälter nicht lange hielten, die Häftlinge hatten auch erfahren, dass die Chemikalien von Tintenstiften schlimmer für die V2 Körper waren als Salzwasser.

Der Werkschutz von Rheinmetall wachte auch darüber, dass es nicht zu Kontakten mit den anderen Arbeitern kam. Die Arbeitsbedingungen waren mörderisch, Arbeitsschutz galt für KZ-Häftlinge nicht, Verletzungen am Arbeitsplatz gehörten zum Tagesgeschäft. Aber auch der Lagerkommandant, d.h. die SS kam in die Rheinmetall-Werke, um die KZ-Häftlinge zur Arbeit anzutreiben. Es war eine Schinderei bis in den Tod. Im August 44 z.B. zwang der Lagerkommandant mit seiner Pistole den schon an TBC erkrankten russischen Häftling Tschaikowsky zur Arbeit. Kurz danach starb Tschaikowsky.

Bei Schwäche und Krankheit wurden die Häftlinge in das KZ Buchenwald zurückgeschickt, d.h. in den sicheren Tod. Rücksicht auf die Gesundheit und das Leben der Häftlinge brauchte nicht genommen werden, der Nachschub an menschlicher Arbeit war über die Konzentrationslager gesichert. Bei Todesfällen waren Betriebe auch nicht dazu verpflichtet, Berichte über die Todesursachen anzufertigen, es reichte den Ausfall an Arbeitsfähigen mitzuteilen, zur Auffüllung des Kontingents wurden Häftlinge aus dem Stammlager in die Außenlager verschickt. Zwangsarbeit von KZ-Häftlingen war die Vernichtung ganzer Völkerschaften durch Arbeit d.h. sie war Teil des faschistischen Massenmords.

Rheinmetall fühlt sich bis heute juristisch nicht verantwortlich für die grauenvollen Taten, begangen hier und in anderen Werken. Die Firma bezahlte in Abhängigkeit der Leistungsfähigkeit der Häftlinge zwischen 1 Reichsmark Zwanzig bis fünf Reichsmark an die SS. Damit war für Rheinmetall die Sache abgetan, die Häftlinge wurden nicht zur Belegschaft gezählt.

Als Anfang März 1944 die Amerikaner die linke Rheinseite von Düsseldorf erreichten, begann die SS mit der Evakuierung der Lager Berta 1 und Berta. Die Häftlinge wurden auf den Marsch zurück in das KZ Buchenwald geschickt. Diese Evakuierung war die reinste Tortur, zu Fuß ging es Richtung Erkrath, von dort aus nach Hochdahl, die Häftlinge mussten ein Auto und mehrere LKW Anhänger ziehen, Ortskundigen ist bekannt, dass Hochdahl seinen Namen alle Ehre macht. Bei Mettmann gab es Tieffliegerangriffe, einige Häftlinge versuchten zu fliehen, die SS machte Jagd auf die Flüchtenden und erschoss diese. Um jegliche Fluchtversuche zu verhindern, erfolgte ab Wermelskirchen der Transport mit dem Zug.

Am 10. März kamen die Häftlinge in Buchenwald an, noch ein weiterer qualvoller Monat bis zur Befreiung am 11.April 1945 stand ihnen bevor.

Die Überlebenden des KZs Buchenwald schworen:

Die Vernichtung des Nazismus mit seinen Wurzeln ist unsere Losung. Der Aufbau einer neuen Welt des Friedens und der Freiheit ist unser Ziel“.

Dieser Losung fühlen wir uns auch heute verpflichtet. Eine Welt des Friedens und der Solidarität aber haben wir noch nicht geschaffen, im Gegenteil Rechtsentwicklung und damit verbundene Kriegstreiberei haben wieder Konjunktur. Rüstungskonzerne wie Rheinmetall steigern die Profite ihres todsicheren Geschäfts. Dagegen müssen wir uns gemeinsam wehren!

Krieg beginnt hier – Stoppt die Rüstungsproduktion!!

(Photos: Inge Trambowsky)

 

Rede von Ernst Gleichmann (Friedensforum Düsseldorf) bezüglich der Gedenkfeier am 27. Januar 2019

28. Januar 2019

Gedenken an die ehemaligen KZ-Häftlinge der Lager Berta 1 und Berta 2 am Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus 2019. Gemeinsame Veranstaltung der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten e.V. (VVN-BdA) Düsseldorf und des Düsseldorfer Friedensforums.

Rede von Ernst Gleichmann (Friedensforum Düsseldorf)

Ja, die Firma Rheinmetall lebt von Blut, Tod, und Angst, verkauft Waffen und Munition. Enorm profitierte die Firma von zwei Weltkriegen.
Aber auf
jede der beiden Blütezeiten folgte ein jäher Absturz, als die Sieger die Rüstungsproduktion verboten. Das zwang zur Konversion, Weg von der Rüstungsproduktion hin zur Herstellung von Zivilgütern, z. B. Büromaschinen, Mopedmotoren, Eisenbahnwaggons. Wir lernen: eine Konversion, die gewollt wird, gelingt auch!
Nur, die Rheinmetall-Manager entdeckten, dass die Produktion von Mordinstrumenten viel profitabler ist als die von Zivilgütern.
1956 (mit der Aufstellung der Bundeswehr) hieß es auf einmal:
SCHLUSS mit der Konversion!! Aufs Neue produzierte Rheinmetall Waffen und Munition:
die Bundeswehr kaufte Kampfpanzer und Raketen. 1990 allerdings drohte die Konversion zurückzukehren. Denn da wurde der Warschauer-Pakt aufgelöst, der Feind war weg!
Doch d
iese Konversion entfiel, denn die NATO machte weiter wie zuvor und die Bundeswehr vergrößerte sich. Rheinmetall kaufte andere Firmen hinzu und die Panzer-Familie wuchs: von Wiesel, zu Marder, zu Puma, zu Leopard.
Die Firma ist jetzt eine
Aktiengesellschaft, wächst und floriert.
Sie besteht aus zwei Bereichen
: Rüstung (täuschend „Defence“ genannt) und Automobiltechnik. Rheinmetall Defence verdient bestens, erzielt Jahr für Jahr zweistellige Wachstumsraten. Die Aktien sind begehrt, bringen hohe Dividende. Alle Rentenkassen, Versicherungskonzerne, Investmentfonds halten die ertragreichen Aktien im Depot! Das heißt, die deutsche Gesellschaft, wir alle profitieren mit vom Blut-Geschäft!! Die Strategie von Rheinmetall „Defence” beruht auf einer Internationalisierung von Produktion und Vertrieb der Mordinstrumente: Man erwirbt Firmen im Ausland bzw. beteiligt sich an fremden Gemeinschafts-Firmen. So kann man die deutschen Rüstungsexport-Beschränkungen umgehen. Das Völker verbindende des Handels verhunzend, plant Rheinmetall-Chef Papperger, die Firma nach dieser Strategie weltweit auszubauen.

Als Absatzmärkte hat er besonders Saudi-Arabien und die Türkei im Visier. Seit 2015 bombardieren die Saudis den Jemen. Immer wieder richten sie dabei Gemetzel unter Zivilisten an. Rheinmetall liefert die Bomben dafür, trotz des deutschen Waffen-Exportverbots in Krisengebiete. Sie stammen von Tochterunternehmen, die entweder in Sardinien oder in Südafrika sitzen; oder aus einer neuen Munitions-Fabrik in Saudi-Arabien selbst, die über eine Mehrheitsbeteiligung von Rheinmetall betrieben wird [Denel Munition]
Pappergers Trick
: Rüstungsgüter, die im Ausland produziert werden, unterliegen nicht der deutschen Rüstungsexport-Kontrolle.

Beispiel: Eine Bombe, die im Kriegs-Gebiet im Jemen gefunden wurde, trug das Etikett der Rheinmetall-Tochter auf Sardinien. Die Menschenrechts-Organisation „Human Rights Watch” appellierte an die Bundesregierung, sie möge prüfen, wie tief Rheinmetall in Rüstungs-Exporte verwickelt sei. Unsere Regierung wies dies zurück. Ihre Ausrede: Für Rüstungslieferungen aus Italien und Südafrika seien deutsche Behörden nicht zuständig.
Wir sehen
: Der Tod bleibt „ein Meister aus Deutschland.”

Nun zur TÜRKEI

Vor einem Jahr okkupierte Erdogan das kurdische Afrin in Syrien. Dabei setzte er Rheinmetall-Panzer ein. Auf seinem und auf Pappergers Wunschzettel steht jetzt der Bau einer Panzerfabrik in der Türkei. Dafür benötigt Rheinmetall die Genehmigung der Bundesregierung, und hierüber ist ein heilloser Streit entbrannt.
Dagegen sind die Linkspartei, die Grünen, die Kurden sowie die öffentliche Empörung über den jeweils neuesten Justiz-Skandal in der Türkei. Erdogan verfügt jedoch über ein stattliches Erpressungs-Potential: Tausende Flüchtlinge, die er auf Wunsch Berlins zurückhält, sowie Menschenrechtler und Journalisten wie Deniz Yücel, die er als Geiseln benutzt. Letztlich, so fürchte ich, wird die Bundesregierung die Genehmigung erteilen, damit Rheinmetall zum Zuge kommt.
Der Journalist
Otfried Nassauer kommt zu dem Resümee: „Waffen und Munition ist das Grundnahrungsmittel für Kriege. Munitions-Lieferungen in Spannungs- und Kriegsgebiete müssen verboten werden, ebenso wie Lieferungen an Staaten, die Menschenrechte nicht einhalten.“

Schmiergeld, Korruption

Nicht nur BLUT klebt an Rheinmetall, sondern auch viel DRECK. Bestechung, Korruption, Gerichtsverfahren sind ständige Begleiter seiner Geschäfte im In- wie im Ausland. Rheinmetall kennt immer weniger Skrupel, sagt Nassauer.
Konzernchef
Papperger allerdings behauptet, ein „ethisch korrektes Geschäftsverhalten” anzuvisieren. Scheinheilig, verlogen, empörend!!

Politische Vernetzungen

Zur Absicherung alter und Anbahnung neuer Geschäfte hat Rheinmetall zwei ehemalige Bundesminister eingekauft:

Dirk Niebel (FDP) nennt sich Leiter für Internationale Strategieentwicklung und Regierungsbeziehungen, kurz: Waffen-Lobbyist.

Und Franz Josef Jung (CDU), Ex-Verteidigungsminister. Der kam gleich in den Aufsichtsrat. Die SPD steht noch in der Warteschlange. Immerhin sind Lars Klingbeil, ihr General-Sekretär, und Johannes Kahrs schon Mitglieder im Förderkreis Deutsches Heer, einem der wichtigsten Lobby-Verbände der Rüstungsindustrie. Zwischen 2005 und 2010 erhielten die Parteien (mit Ausnahme der Linken) ca. 3,7 Mio. Euro Spenden von Mitgliedsfirmen des Förderkreises

und der Deutschen. Gesellschaft für Wehrtechnik.
Das führt uns vor Augen, wie die sog. Verteidigungspolitik
tickt: die Rüstungsindustrie spendet großzügig an die Parteien, die stimmen dann für neue Militäreinsätze und die Erhöhung des Wehretats, und das leitet neues Geld in die Taschen der Rüstungsindustrie.

Verteidigungspolitik??

Kaum!! –> Profit-Maximierung!!! Bankkredite

Die Finanzierung von Rheinmetalls Blut-Geschäften erfolgt nicht allein durch Großbanken, NEIN, auch die Stadtsparkasse Düsseldorf gewährt Kredite hierfür, in ihren Worten ist das lokales Sponsoring. Klingt harmlos, als ginge es um Fortuna oder den Rosenmontags-Zug.
Statt ihre Unterstützung der
Blut-Geschäfte zu verharmlosen, sollte die Stadtsparkasse klare ethische Standards für ihr Kreditgeschäft formulieren und dieser ethisch nicht tragbaren Firma den Geldhahn zudrehen.

ÖFFENTLICHE KRITIK

In einem Interview [mit RP-online] sagte Papperger,
die Rüstungs-Unternehmen könnten
noch viel mehr verdienen, wenn nur die deutsche Export-Richtlinien nicht so restriktiv wären. Befragt nach moralischen Bedenken beim Rüstungsexport
antworte
te er:Ich bin auch meinen Investoren verpflichtet, und die erwarten zu recht eine Strategie, die auf Wachstum ausgerichtet ist“.

Kommt Euch das vielleicht bekannt vor,
ein deutscher Mann, der nur seine Pflicht tut??
Für die
Pflicht (heute: Profitmacherei),
scheut er vor Blut-Geschäften nicht zurück!!

Die Geschäfte von Armin Papperger und seinem Groß-Investor, Larry Fink, Vorstandsvorsitzender von BLACKROCK (nebenbei der Chef von Friedrich Merz) zeigen uns, wie Recht Präsident Eisenhower hatte, als er 1961 vor dem Militär-Industrie-Komplex warnte. Vier Jahrzehnte zuvor hatte eine kluge Frau in Deutschland bereits gefordert, die Rüstungs-Industrie zu verstaatlichen. Sie wollte verhindern, dass immer neue Kriege aus Profit-Gier finanziert werden. Ihr Name: Rosa Luxemburg. Wie sie endete, ist bekannt.

Ich danke für Ihre Aufmerksamkeit

(Quelle Photos: Report D)

!! Absage der Kreismitgliederversammlung am 9. Februar 2019 !!

15. Januar 2019

Liebe Kameradinnen und Kameraden,

Wir bitten um Verständnis, dass wir die geplante Kreismitgliederversammlung der VVN-BdA Düsseldorf am 9. Februar 2019 kurzfristig ausfallen lassen.

Die am gleichen Tag stattfindende Demonstration „RASSISMUS & UND EXTREME RECHTE BEKÄMPFEN !“, welche um 13.oo Uhr am Gertrudisplatz beginnt und inzwischen von einem beachtlichen Kreis von Organisationen mit getragen wird, verdient von uns als Mitveranstalter unsere volle Unterstützung.

Der aktuelle neue Termin unserer Kreismitgliederversammlung wird frühzeitig mitgeteilt.

Kein Platz für rechte Schläger in Düsseldorf-Eller und überall! Gemeinsam am 9. Februar 2019 auf die Straße gegen Rassismus und Neonazis!

14. Januar 2019

Aufruf des „Bündnisses gegen Rechts für den 9. Februar 2019“

 

Die extreme Rechte in Düsseldorf ist aktiver geworden, organisiert sich neu und tritt zunehmend offen und auch gewalttätig auf.

Seit Mitte 2018 versucht die sogenannte „Bruderschaft Deutschland“, sich über Düsseldorf-Garath hinaus auch in Eller breit zu machen. In unregelmäßigen Abständen laufen bis zu 40 Mitglieder und Anhänger dieser Gruppe im Pulk durch den Stadtteil. Die „Bruderschaft“ versteht sich als eine Art selbst ernannte völkische Bürgerwehr, die mit ihren „Patrouillen“ angeblich für „Ruhe und Ordnung“ sorgen will. Tatsächlich ist sie aber ein gewalttätiger Zusammenschluss aus rechten Hooligans, altbekannten Neonazis und Stammtischhetzern.

Das zeigte sich erst vor kurzem wieder: Für den 17. November 2018 hatten die sogenannten „Patrioten NRW“ zu einer Demonstration am Landtag aufgerufen. Die allermeisten Teilnehmenden kamen wie erwartet aus dem extrem rechten Spektrum, darunter auch viele aus Düsseldorf. Schon kurz nach Beginn des Demonstrationszuges durchbrachen rechte Hooligans teilweise bewaffnet die Kette der Polizei und griffen Menschen an, die am Straßenrand mit Plakaten und Rufen gegen den rechten Aufmarsch protestierten. Ein aus den Reihen der Rechten auf die Protestierenden geworfenes Messer verfehlte nur knapp sein Ziel. Mehrere Menschen wurden bei dem Angriff der Schläger verletzt. Bei einem der Angreifer handelt es sich um den federführenden Kopf der „Bruderschaft Deutschland“: Ralf Nieland aus Eller griff eine Person von hinten an und schlug ihr mehrfach auf den Kopf, so dass sie im Krankenhaus behandelt werden musste.
Mindestens ein weiterer Täter, der einen anderen Gegendemonstranten zu Boden schlug, kommt ebenfalls aus den Reihen der „Bruderschaft“.

Mit Angriffen wie diesen, aber auch mit ihren „Patrouillen“ in Eller, versucht die „Bruderschaft Deutschland“ Menschen einzuschüchtern, die sich gegen extrem rechte Umtriebe wehren oder die nicht in ihr völkisches Weltbild passen. Wie ähnliche Gruppen in anderen Städten in NRW auch, geht sie dabei äußerst brutal vor. Zugleich beteiligt sie sich an der übelsten Hetze gegen Geflüchtete und versucht mit ihren Parolen und mit ihrem Auftreten im Stadtteil Angsträume zu schaffen.

Ein immer größer werdender Teil dieser selbsternannten „Abendland-Retter“ hat inzwischen mit der rassistisch-nationalistischen AfD ein politisches Sprachrohr in den Parlamenten gefunden. In Stammtisch-Runden oder alltäglichen Situationen spiegeln sich ähnliche Haltungen wider – in der Nachbarschaft oder auf der Straße. Auch in Düsseldorf. Die Gewalt, die von der „Bruderschaft Deutschland“ ausgeht, ist Teil und brutaler Ausdruck dieser Haltungen, die nicht unwidersprochen bleiben können.

Die Situation, wie wir sie jetzt erleben, hat ihre Vorzeichen gehabt. Schon seit 2015 ist zu beobachten, dass sich die extreme Rechte in Düsseldorf wieder stärker organisiert. Sie ist deutlich aktiver geworden, auch außerhalb von Düsseldorf ist sie regelmäßig auf rechten Demonstrationen und Kundgebungen anzutreffen.Zugleich hat rechte und rassistische Gewalt in Düsseldorf zugenommen.
Sorgen wir gemeinsam dafür, dass sich Neonazis, Hools und Rassist_innen zurückziehen, und schützen wir diejenigen, die von ihnen bedroht werden. Dafür wollen wir – für Eller, aber auch insgesamt – am 9. Februar 2019 ein deutliches Zeichen setzen und mit vielen Menschen auf die Straße gehen. Wir werden den Rechten keinen einzigen Stadtteil, keine einzige Kneipe und auch sonst keinen öffentlichen Raum überlassen!

KOMMT AM 9. FEBRUAR 2019 ZUR DEMONSTRATION
NACH DÜSSELDORF-ELLER!
BEGINN DER AUFTAKTKUNDGEBUNG: 13 UHR, GERTRUDISPLATZ

(Anfahrt über S-Bahnhof oder U-Bahn-Haltestelle der U75 Eller-Mitte)

Bündnis gegen Rechts für den 9. Februar 2019
Kontakt über E-Mail: buendnis0902@riseup.net

Unterzeichnende (Stand 26.01.2019)

Antifaschistischer Arbeitskreis an der Hochschule Düsseldorf, i furiosi (Interventionistische Linke Düsseldorf), alles anders – antiautoritäre Gruppe (Düsseldorf), Antifaschistische Linke Düsseldorf, Barrikada Düsseldorf, Interventionistische Linke Düsseldorf [see red!], TURN LEFT Düsseldorf, Antifa-Café Düsseldorf, Düsseldorf stellt sich quer (DSSQ), Allgemeiner Student*innenausschuss (AStA) der Hochschule Düsseldorf, Deutscher Gewerkschaftsbund (DGB) Stadtverband Düsseldorf, Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) Stadtverband Düsseldorf, Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes/Bund der AntifaschistInnen (VVN-BdA) Kreisverband Düsseldorf, Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes/Bund der AntifaschistInnen (VVN-BdA) Landesverband NRW, Türkei Zentrum e.V. (Düsseldorf), Flüchtlinge willkommen in Düsseldorf e.V., Mosaik e.V. – Zentrum zur Förderung des interkulturellen Dialogs in Düsseldorf und Umgebung, STAY! Düsseldorfer Flüchtlingsinitiative, zakk – Zentrum für Aktion, Kultur und Kommunikation (Düsseldorf), SPD-Ortsverein Düsseldorf-Eller, Jusos Düsseldorf, DIE LINKE.Kreisverband Düsseldorf, Die Linke.Ratsfraktion Düsseldorf, Hochschulgruppe Die Linke.SDS Düsseldorf, Linksjugend [’solid] Düsseldorf, Bündnis 90/Die Grünen Düsseldorf, Susanne Ott und Holger-Michael Arndt (Abgeordnete von Bündnis 90/Die Grünen in der Bezirksvertretung Eller, Lierenfeld, Unterbach und Vennhausen), Junge Grüne Düsseldorf, Die PARTEI Kreisverband Düsseldorf, DKP Düsseldorf, DKP Gerresheim, MLPD Düsseldorf, Rebell Düsseldorf, Autonomes Frauen*-Referat an der Hochschule Düsseldorf, fiftyfifty (Düsseldorf), Jugendberufshilfe Düsseldorf GmbH, AK „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ am Riehl-Kolleg (Düsseldorf-Eller), BSV (Bezirksschüler*innenvertretung) Düsseldorf, Rock gegen Rechts Düsseldorf, CSD Düsseldorf, SJD – Die Falken Düsseldorf, Dissidenti Ultra, Dangermouth FC, Antirasisters, Hypers 2001, F95.Antirazzista, NaturFreunde Düsseldorf, Ökokonzept GmbH (Düsseldorf), internationale sozialistische Organisation (iso) Ortsgruppe Düsseldorf, SDAJ Düsseldorf, Attac Düsseldorf, Motorradclub Kuhle Wampe, Antifaschistische Aktion Neuss, Antirassistische Intervention Duisburg, AALEV – Antifaschistische Aktion LEVerkusen, Köln gegen Rechts, Rheinisches antifaschistisches Bündnis gegen Antisemitismus (RABA Köln), Antifaschistische Organisation Bonn AO[BN], Junge Antifa Bonn, Antifaschistische Linke Bochum, Antifaschistische Aktion Bochum, Gruppe junger Antifaschist*innen Bochum, Autonome Antifa 170 – antifaschistische Gruppe aus Dortmund, Diskursiv Aachen, Tacheles e.V. (Wuppertal), Antifa Solingen, Essen stellt sich quer, Initiative Keupstraße ist überall (Köln)

Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus / 27. Januar 2019 – 11:00

11. Januar 2019

27. Januar 2019 – Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus – Gedenken an die Außenlager Berta I und Berta II des KZ Buchenwald

Die VVN-BdA Düsseldorf und das Friedensforum Düsseldorf nehmen den 27.01.2019 – 74 Jahre zuvor befreite die Rote Armee das KZ Ausschwitz – zum Anlass, an die Häftlinge der KZ-Außenlager Berta I und Berta II zu erinnern.

(Photo: Gisela Blomberg)

Auf dem Düsseldorfer Stadtgebiet gab es von 1942 bis 1945 insgesamt 5 Einsatzkommandos des KZ Buchenwald und ein Außenlager des KZ Sachsenhausen.
Die Häftlinge von Berta I und Berta II, beides Außenlager des KZ Buchenwald, waren von der Firma Rheinmetall zum Einsatz in den Düsseldorfer Rüstungswerken angefordert worden, wo sie unter unmenschlichen Bedingungen zur Produktion der sogenannten Vergeltungsraketen V1 und V2 gezwungen wurden. Viele Häftlinge überlebten diese Tortur nicht. Die Produktion von Munition war im zweifachen Sinn ein todsicheres Geschäft und ist es auch heute noch.

Die fast 130-jährige Tradition des Geschäfts mit dem Tod geht indessen ungebrochen weiter, heute ist die Waffenschmiede Rheinmetall der größte deutsche Rüstungskonzern. 2017 konnte allein die Rüstungssparte von Rheinmetall den Umsatz auf über 3 Milliarden Euro steigern.

Macht mit bei unserem gemeinsamen Protest gegen die aktuellen Bombengeschäfte von Rheinmetall!

Am: 27.01.2017, 11:00 Uhr
Wo: Vor dem Erinnerungszeichen für das KZ Außenlager Berta II, Rather Straße 31, D-Derendorf

http://www.duesseldorf-alternativ.de/index.php/friedensforum-duesseldorf.html


(Photo: Gisela Blomberg)

 

Ewald Ochel – Erinnerungen eines Revolutionärs / Vortrag am 15.01.2019 im BiBaBuZe

2. Januar 2019

15.01.2019 * Ewald Ochel – Erinnerungen eines Revolutionärs

 

Mitunter muten sie an wie ein Schelmenroman: die Erinnerungen von Ewald Ochel. Sozialdemokrat, dann Kommunist, kein Theoretiker – ein Praktiker der Revolution 1918/19. Parteiisch, rastlos, turbulent schildert Ochel seine Erlebnisse: Widerstand gegen den Krieg, Desertion und Flucht in die Niederlande, die Herausgabe der Zeitung „Der Kampf“ in Amsterdam an der Seite Carl Minsters und Wilhelm Piecks, die Beteiligung an der Revolution an vorderster Front in seiner Heimatstadt Düsseldorf und in der Münchner Räterepublik.

Ochels Perspektive spiegelt die Sicht Hunderttausender, die von den Ergebnissen der Revolution enttäuscht waren und in das Lager der radikalen Linken wechselten. Kritisch kommentiert, eingeordnet und mit zahleichen Dokumenten und Abbildungen durch den Herausgeber ergänzt.

Dr. Joachim Schröder, Historiker (1973), wissenschaftlicher Mitarbeiter am Forschungsschwerpunkt Rechtsextremismus/Neonazismus an der Hochschule Düsseldorf und Leiter des Erinnerungsortes Alter Schlachthof. Forschungen und Publikationen zur Geschichte des Nazismus, der Weltkriege, des Sozialismus und Kommunismus.

15.01.2019 * Ewald Ochel – Erinnerungen eines Revolutionärs

 

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