Aktion der VVN Düsseldorf zum Gedenken an die Opfer des Pogroms im November 1938.

14. November 2018

Über 40 Menschen folgte einem Aufruf der VVN Düsseldorf, sich am 9. November 2018 auf dem Ernst -Reuter-Platz zu versammeln, um der Opfer des Novemberpogroms vor 80 Jahren zu gedenken.

In der Auftaktrede wurde betont, dass mit diesem Überfall auf die jüdische Bevölkerung die letzte Etappe der seit 1933 verfolgten Strategie der Vertreibung der Juden aus Deutschland begann, die schließlich im Holocaust endete. Das Pogrom ließ keinen Zweifel mehr daran, dass es für die jüdischen Menschen keine Zukunft in ihrem Vaterland geben sollte. Gleichzeitig wurde die Volksmehrheit ein weiteres Mal darauf eingestimmt, wie mit Menschen, die nicht zur „arischen Herrenrasse“ gezählt wurden und zu Gegner des Regimes gemacht wurden, umgegangen werden sollte. Die Mehrheitsbevölkerung wurde so auf den bevorstehenden Krieg eingestellt, für den ein Feindbild im Inneren und Äußeren notwendig war. Die Judenverfolgung war Teil der systematischen Vorbereitung auf den Krieg gegen die UdSSR, wie diese im Vierjahresplan festgelegt war.

Im Anschluss daran begann der Gang über die Hüttenstraße, in der am 09. Und 10. November 1938 die SA und die SS mindestens 21 Wohnungen verwüsteten, Möbel, Kunstwerke und Hausrat völlig demolierten und durch die Fenster auf die Straßen warfen, jüdische Menschen demütigten und schwer misshandelten. Vor 11 Häusern wurden der dort am 9. Und 10. November Drangsalierten gedacht. Die Namen wurden verlesen sowie eine kurze Information, gestützt auf den Recherchen der Düsseldorfer Mahn- und Gedenkstätte zur Pogromnacht 1938, zu ihrem weiteren tragischen Schicksal gegeben.  An jedem Haus wurde ein Gedenkschild angebracht, Blumen abgelegt und eine Kerze angezündet.

Vor dem Haus Nr. 104 erfolgte eine Lesung aus einem ergreifenden Bericht von Ernst, dem Sohn von Martha und Arthur Rosenthal. Ernst wurde Augenzeuge, wie die Feuerwehr nicht die in Brand gesetzte Synagoge löschte, sondern nur dafür sorgte, dass der Brand nicht auf die Nachbarhäuser übergriff. Als Ernst nach Hause zurückkehrte, musste er mit ansehen, wie die elterliche Wohnung auf der Hüttenstraße demoliert wurde und alles, sogar ein großer Kamin mit einer schweren Marmorplatte, auf die Straße geworfen wurde.

Vor der Nummer 144 wurden die angstvollen Erinnerungen von Inge Segal vorgelesen, als Kind hatte sie den Überfall auf die Wohnung ihrer Eltern Frieda und Max Jordan erlebt.

Wanda Aronstein und ihre Töchter Hilde und Gertrud, Max und Sofie Dahl, Ernst und Helene Pscherowski, Maria Rosenberg, Max und Frieda Jordan wurden am 10. November 1941 nach Minsk deportiert und dort von den Faschisten ermordet. Margarete und Vera Schuster und Hermann Cohen überlebten das KZ Auschwitz nicht.

Interessiert hörten auch Anwohnern und Passanten zu, eine Hausbesitzerin gab ihrer Erschrockenheit über die Ereignisse in ihrem elterlichen Haus zum Ausdruck.

2 Tage später, am 11.11. hingen bis auf 2 noch alle Schilder vor den Häusern, und es gab nicht wenige Passanten, die zum Lesen der Schilder einen Halt machten auf ihrem Gang durch die Hüttenstraße.

Gedenken an die Opfer des Pogroms vom 9./10. November 1938

31. Oktober 2018

Auch in Düsseldorf wurde vor 80 Jahren der Befehl zu einem abscheulichen Pogrom an den jüdischen Einwohnern der Stadt gegeben.

Die große Synagoge an der Kasernenstraße und andere Räume der jüdischen Gemeinde wurden in Brand gesteckt bzw. zerstört. Die SA und die SS verwüsteten nahezu 500 Einzelhandelsgeschäfte und Wohnungen, Möbel, Kunstwerke und Hausrat wurden demoliert und durch die Fenster auf die Straßen geworfen, jüdische Menschen gedemütigt und schwer misshandelt. Mindestens 15 Menschen überlebten diese Angriffe nicht und die Zahl der Verletzten war sehr groß. Über 120 jüdische Menschen wurden verhaftet, von diesen wurden 82 Männer in das KZ Dachau bei München deportiert.

Mit diesem Überfall auf die jüdische Bevölkerung begann die letzte Etappe der seit 1933 verfolgten Strategie der Vertreibung der Juden aus Deutschland, die schließlich im Holocaust endete. Das Pogrom ließ keinen Zweifel mehr daran, dass es für die jüdischen Menschen keine Zukunft in ihrem Vaterland geben sollte. Gleichzeitig wurde die Volksmehrheit ein weiteres Mal darauf eingestimmt, wie mit Menschen, die nicht zur „arischen Herrenrasse“ gezählt wurden und zu Gegner des Regimes gemacht wurden, umgegangen werden sollte.

Die VVN-BdA Düsseldorf will mit einem Gang über die Hüttenstraße, in der allein 21 Wohnungen von jüdischen Menschen verwüstet wurden, an die Opfer der Pogromnacht erinnern und zum Gedenken Kerzen aufstellen.

Treffpunkt | Freitag, 9. November 2018 | Ernst-Reuter-Platz | Hüttenstraße

Besuch des Befreiungsmuseums Groesbeek | Niederlande

13. September 2018

„Die Kommunisten.
Im Widerstand gegen Faschismus und Kapital“

Am Sonntag, den 7. Oktober 2018 wird die Kreisvereinigung Düsseldorf der VVN-BdA eine Busfahrt zum Nationaal Bevrijdingsmuseum 1944-1945 in Groesbeek unweit von Kleve unternehmen. Dort findet zum Jahr des Widerstandes 2018 bis zum 28. Oktober 2018 eine Sonderausstellung zur Rolle der Kommunisten in den Niederlanden statt:

Im Ausstellungstext heißt es:

„Die Kommunisten waren die ersten in den Niederlanden, die sich dem Faschismus widersetzten. Schon zu Beginn der 30er Jahre waren sie illegal tätig, um den Widerstand in Deutschland zu unterstützen. Am ersten Tag der Besetzung der Niederlande wurde die gesamte Kommunistische Partei der Niederlande (CPN) zu einer Widerstandsorganisation….Unmittelbar nach der Befreiung war die CPN überaus beliebt, auch dank ihrer Rolle im Widerstand. Dies war aber nur von kurzer Dauer, da in den Niederlanden bald der Antikommunismus des Kalten Krieges überwog…In der Ausstellung…wird diese spannende Geschichte durch zahlreiche Plakate, Zeitungen, Fotos, Videomaterial und Musikfragmente illustriert… Die Vielzahl von Geschichten zum Widerstand aus dieser Zeit kann Anstoß sein, über den Widerstand von damals und seine Bedeutung für heute nachzudenken…“

Flyer_Fahrt_Groesbeek

Treffpunkt | Busbahnhof Düsseldorf

Ab 13:00 Uhr | deutschsprachige Führung durch die Ausstellung (anschließend Zeit, sich persönlich umzuschauen)

Wieder in Düsseldorf zwischen 19 und 20 Uhr

Anmeldung sofort, spätestens bis zum 15. September an: info@vvn-duesseldorf.de
Telefon 0163-9716507

Kosten je nach TN-Zahl zwischen 30 und 40 Euro (Busfahrt, Eintritt und Führung)

Anzahlung 25 Euro, die mit der Anmeldung an folgendes. Konto zu entrichten sind:
Stadtsparkasse, Düsseldorf | IBAN DE48 3005 0110 1004 0685 63

 

 

 

Buchvorstellung | Frank Deppe | 1968: Zeiten des Übergangs

13. September 2018

Frank Deppe analysiert das Jahr 1968 als Ergebnis eines längerfristigen kulturrevolutionären Prozesses, der die Wertordnungen in den entwickelten Gesellschaften des Westens fundamental veränderte. Er fragt nach der aktuellen Rezeption des Mythos: was ist aus den Helden der Revolution geworden ? Wie ist das Bedürfnis reaktionärer und konservativer Kreise nach einer „Revanche für 68“ zu erklären ? Deppe war Professor für Politikwissenschaft an der Universität Marburg und ist Autor des Standardwerkes „Politisches Denken im 20. Jahrhundert“ (VSAVerlag 2018).

BiBaBuze |

Aachener Str. 1 | 40223 Düsseldorf

Donnerstag, 20. Sept 2018 19:30 Uhr

6 € Eintritt

 

Buchvorst_Deppe_Sept_2018

Es wieder so weit! Rock gegen Rechts Düsseldorf!

6. Juni 2018

2. FCK AFD – Festival

14. Mai 2018

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DSSQ fordert Freispruch für Kaspar Michels

26. April 2018

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Am Mittwoch, 02.05.2018, um 9:00 Uhr fällt vor dem Düsseldorfer
Amtsgericht die Entscheidung im Prozess gegen Kaspar Michels,
DSSQ-Aktivist und langjähriges Vorstandsmitglied der Gewerkschaft GEW
Düsseldorf.

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Ostermarsch-Aufruf 2018

26. März 2018

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Abrüsten statt aufrüsten – Atomwaffen abschaffen –Friedenspolitik statt Konfrontation!

Truppenaufmärsche und Auslandseinsätze stoppen, Verhandeln statt schießen! 

„Krieg und Terror in zahlreichen Regionen der Welt: in Syrien, im Irak, in Mali, im Jemen, in Afghanistan… In Europa spitzt sich die Konfrontation zwischen NATO und Russland durch gefährliche Militärmanöver und Truppenaufmärsche zu. Bei all dem sind deutsche Soldaten und Waffen mit im Einsatz.“ So lauten die ersten Zeilen des Ostermarschaufrufes Rhein-Ruhr 2018. Weiter wird der Text der Unterschriftensammlung „Abrüsten statt aufrüsten“ zitiert: Ostermarsch-Aufruf 2018 weiterlesen »

Schluss mit den Ehrungen der lettischen Waffen-SS! Protestkundgebung vor Konsulat Lettlands in Düsseldorf

17. März 2018

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Alljährlich marschieren am 16. März die Veteranen der lettischen Legion der Waffen-SS – gegründet am 16. März 1943 – auf, sie ziehen zum sog. Freiheits-Denkmal in Riga. Dagegen richten sich Proteste der VVN-BdA. In verschiedenen Städten Deutschlands, so in Düsseldorf, wurde vor den Vertretungen Lettlands gegen diese staatlich geförderte faschistische Provokation protestiert. In Düsseldorf führte die Landessprecherin der VVN-BdA NRW Silvia Rölle aus:

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Das Line Up von Rock gegen Rechts 2018 steht fest!

15. März 2018

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Das wird uns ein Fest!

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