Aufruf zum 8. Mai

3. Mai 2024

Nie wieder Krieg, nie wieder Faschismus

Stimmen aus Deutschland zum Jahrestag der Befreiung

Vor 79 Jahren war der von Deutschland ausgegangene Raub-
und Vernichtungskrieg endlich vorbei. Die Truppen der Alliierten
hatten unser Land und Europa vom Faschismus befreit. Dafür sa-
gen wir von ganzem Herzen: Danke!
Von den Siegermächten haben die Völker der Sowjetunion für
diese Befreiung mit 27 Millionen Toten die Hauptlast getragen.
Keine Familie, deren Mitglieder nicht als Soldaten, Partisanen,
Arbeitende im Hinterland ihren Anteil daran hatte. Das Leid wie
die Stärke Ihrer Eltern, Großeltern und Urgroßeltern bleiben un-
ermesslich. Nichts und niemand darf jemals vergessen werden.
Dass trotzdem so viele Menschen in der Sowjetunion und in
Russland bereit waren, Deutschen Vertrauen entgegenzubrin-
gen und gutnachbarschaftliche Beziehungen aufzubauen, be-
rührt uns tief.

Nach der deutschen Vereinigung gab es ein kurzes Zeitfenster,
in Europa einen Raum des Friedens und der Zusammenarbeit
von Lissabon bis Wladiwostok aufzubauen. Stattdessen dehnt
sich die NATO bis an die Grenzen Russlands aus, es soll wieder
unser aller Feind werden. Das ist nicht nur geschichtsverges-
sen, es ist brandgefährlich, bewegen sich doch NATO-Ausdeh-
nung, die schwindelerregende Rüstungsspirale und der Krieg in
der Ukraine dicht am Rand eines großen, umfassenden Krieges
mit dem Potenzial, Europa in Schutt und Asche zu legen.
Das alles geschieht nicht in unserem Namen!

Von der Bundesregierung fordern wir: Stopp der Waffenlieferungen in den Ukraine-Krieg, diplomatische Initiativen ihn zu beenden, Schluss mit der Dämonisierung Russlands. Wir wollen kein Deutschland, das kriegstüchtig ist, es muss endlich nachhaltig friedensfähig werden.
Auf Druck unserer Regierung wurden die mannigfaltigen deutsch-russischen Partnerbeziehungen zwischen Städten, Universitäten, Schulen, Vereinen, Kultur- und vielen anderen Einrichtungen auf Eis gelegt oder ganz abgebrochen. Wir möchten sie von unten, von der Basis aus wiederbeleben, ganz nach Bertolt Brecht: „Reden erst die Völker selber, werden sie schnell einig sein“.

Frieden in Europa ist ohne Russland nicht zu machen. Wir engagieren uns für
eine europäische Sicherheitsarchitektur, die die Sicherheitsinteressen eines Je-
den gleichermaßen berücksichtigt, in der Konflikte im Sinne Immanuel Kants
friedlich gelöst und Waffen überflüssig werden. Unser Planet ist zu verletzlich und
die Entwicklung von Massenvernichtungswaffen zu gefährlich, als dass ein er-
neuter großer Krieg auch nur in den Bereich des Möglichen rücken darf.

Erstunterzeichnende:
A Michael Aggelidis, dieBasis | Malte Albrecht, Vorsitzender NatWiss | Dieter Ammer, Friedensfreund | Dr. Mona Aranea, Sprecherin des Friedensbündnis NRW | Prof. Dr. Jörg Arnold, Internationale Liga für Menschenrechte | B Dr. Fritz Balke, Berlin | Cornelia Barth, AG Frieden und Antimilitarismus Bremen | PD Dr. Johannes Becker, Friedensforscher | Rolf Becker, Schauspieler | Olaf Beckers, Initiative ‚Montags in Moers‘ | Norbert Birkwald, VVN-BdA Frankfurt am Main | Peter Blechschmidt, VVN-BdA Chemnitz | Reiner Braun, International Peace Bureau (Initiative Frieden-links) | Raimon Brete, Chemnitz | Prof. Dr. Michael Brie, Philosoph | Heinrich Brücker, Anti-War-Café Berlin | C Lea Campbell, | Isabelle Casel, PeaceLab Europe | D Diether Dehm, Musiker | Wolfgang Dockhorn, Rot-Fuchs-Förderverein | Brigitte Dornheim, Deutsche Kommunistische Partei DKP | Hartmut Drewes, Pastor i.R., Bremer Friedensforum | E Andreas Eichner, Karl-Liebknecht-Kreis Brandenburg | Tino Eisbrenner, Songpoet | Rosa Engel, Friedensbündnis Mönchengladbach | F Renate Fest, Friedensforum Düsseldorf | Dieter W. Feuerstein, | Bernd Fischer, Bildhauer | Peter Franke,Vorsitzender der Deutschen Ost-West-Gesellschaften | Peter Franz, Kurator der jüdischen Gedenkstätte Prager-Haus in Apolda | Gerhard Fuchs-Kittowski, Deutscher Friedensrat | G Dr. Leo Gabriel, Institut für Interkulturelle Forschung und Zusammenarbeit Wien | Wolfgang Gehrcke, ehem. MdB (Initiative Frieden-links) | Karl-Heinz Gläser, Magdeburg | Bernd Gnant, Kühlungsborn | Annette Groth, ehem. MdB | Dr. Joachim Gruber,Physiker im Ruhestand | Andreas Grünwald, Hamburger Forum für Völkerverständigung und weltweite Abrüstung | Joachim Guilliard, Heidelberger Forum gegen Militarismus und Krieg | H Angelika Haas, DAS ANTIEISZEITKOMITEE | Klaus-Detlef Haas, Journalist | Gerd Habenicht, Energieberater | Jürgen Hagenguth, Duisburg | Prof. Dr. Hajo Funke, Politikwissenschaftler | Cella Maria Halafi, | Dr. Werner Haltinner, AK Geschi | Kerstin Hanisch, Aktionskreis Frieden Troisdorf | Heike Hänsel, ehem. MdB (Initiative Frieden-links) | Hubert Heck, Freie Linke Aachen | Barbara Heller, Bremer Friedensforum | Lühr Henken, Co-Sprecher Bundesausschuss Friedensratschlag | Dr. Günter Hering, Rostock | Rainer Hesse, Volkskorrespondent | Irene Himbert, Kampagne Stopp Air Base Ramstein | Philipp Hoffmann, Arbeitermusikarchiv Kassel | Gerd Hommel, ehem. Oberstleutnant der Nationalen Volksarmee | Andrej Hunko, MdB | J Ulla Jelpke, ehem. MdB (Initiative Frieden-links) | Matthias Jochheim, IPPNW Frankfurt am Main | K Kristine Karch, Co-Sprecherin Netzwerk ‚No to war – No to NATO‘ (Initiative Frieden-links) | Jutta Kausch-Henken, Sprecherin Friedenskoordination Berlin | Metin Kaya, Mitglied der Hamburgischen Bürgerschaft | Liane Kilinc, Friedensbrücke-Kriegsopferhilfe | Gisela und Helmut Kohlmann, | Hartmut König, Autor und Liedermacher, stellv. Kultusminister der DDR | Hermann Kopp, Marx-Engels-Stiftung | Ralf Krämer, Gewerkschaftssekretär. | Dr. W. Krieger, Philosophie + Mathematik | Peter Krips, Karl-Liebknecht-Kreis Rostock | Karl Krökel, Kreishandwerksmeister Dessau-Roßlau | Prof. Dr. Gabriele Krone-Schmalz, Autorin | Dr. Dieter Kruse, AK Geschi | Prof. Dr. Karin Kulow, Nahost- und Islamwissenschaftlerin (Initiative Frieden-links) | Günter Küsters, attac Bundes-AG „Globalisierung und Krieg“ | L Michael Lang, Kampagne Stopp Air Base Ramstein | Prof.Dr. Anton Latzo, Historiker | Dr. Helga Lemme, Bürgerinitiative Gute Nachbarschaft mit Russland Leipzig | Gisela Lingenberg, Arbeitskreis Frieden der Berliner VVN-BdA | Dr. Marianne Linke, ehem. Sozialministerin | Sonja und Walter Listl, München | Anja Lücke, Harz | Ingeborg und Dr. Dieter Luhn, AK Geschi | Pascal Luig, NatWiss (Initiative Frieden-links) | M Andreas Maluga, DDR-Kabinett in Bochum | Henry und Andrea Marek, Friedensbündnis Schwerin | Matthias Marterer, Fulda | Prof. Dr. Roswitha März, Mathematikerin, Absolventin der Leingrader Universität | Birgit und Klaus Meier, WasTun? Niedersachsen | Gerhard Mertschenk, Gesellschaft für Frieden und internationale Solidarität | Anja und Bernd Mewes, Friedensglockengesellschaft Berlin | Renate und Jürgen Müller, Deutsch-Chinesischer Freundschaftsverein | N Mike Nagler, Filmfestival GlobalE | Prof. Dr.John Neelsen, Hochschullehrer | Dr. Alexander Neu, ehem. MdB (Initiative Friedenlinks) | Frithjof Newiak, Chemnitz | Sonja Newiak, Chemnitz | O Willi van Ooyen, Co-Sprecher Bundesauschuss Friedensratschlag (Initiative Frieden-links) | Lajos Orban, Die Unbeugsamen – Linke Sammlungsbewegung | Kathrin Otte, Netzwerk Was Tun? | P Prof. Dr. Norman Paech, Völkerrechtler, ehem. MdB (Initiative Frieden-links) | Dr. Inge Pardon, Berlin | Dr. Artur Pech, Fraktionsvorsitzender DIE LINKE im Kreistag Oder-Spree | Karl Heinz Peil, Friedens- und Zukunftswerkstatt Frankfurt am Main (Initiative Frieden-links) | Dr. med. Ingrid Pfanzelt, Ärztin | Karin und Burkhard Pflug, Karl-Liebknecht-Kreis Sachsen-Anhalt | Gina Pietsch, Sängerin | Ursula und Dr. Rüdiger Preuße | Gerdt Puchta, Karl-Liebknecht-Kreis Mecklenburg-Vorpommern | R Achim Reichardt, Botschafter a.D. | Christiane Reymann, Publizistin (Initiative Frieden-links) | Prof. Dr. Werner Ruf, Politikwissenschaftler, Friedensforscher (Initiative Frieden-links) | S Gudrun und Hans Sauer, Gesellschaft zur rechtlichen und humanitären Unterstützung | Dr. Lidia Schewtschenko | Friederike Schlegel, Verein Friedensbrücke- Kriegsopferhilfe | Dr. Gisela Schleife, | Torsten Schleip, Friedenszentrum Leipzig, Kooperation für den Frieden | Lothar Schlüter, Berliner Freunde der Völker Russlands | Thomas Schmidt, Rentner | Jochen Scholz, ehem. Oberstleutnant der Bundeswehr | Manfred Schönebeck, Psychologischer Psychotherapeut | Prof. Dr. Wilfried Schreiber, Militärökonom | Jürgen Schuh, Sprecher der VVN-BdA Düsseldorf | Conrad Schuhler, Publizist | Gerd Schulze, | Jürgen Schütte, Friedensbündnis NRW | Dr. Dr. h.c. Arne Seifert, Botschafter a.D. | Regina Silbermann, Freidenkerverband Sachsen | Peter Sörgel, ehem. Konzernbetriebsratsvorsitzender | Norbert Staffa, Verein der Erzgebirgsfreunde Russlands | Maria Anna Steenken, Informatikerin | Manfred Steglich, Aufstehen Bremen | Alexej Stoljarow, Videoproduzent | Marina Stroisch, AG Deutsch-Russische Freundschaft in der Partei DIE LINKE Sachsen | Elisabeth Sukowski-Pfohlmann, | T Waltraud Teige, Kommunistische Plattform DIE LINKE | Hannelore Thürfelder, AK Geschi | Bea Trampenau, Geschäftsführerin Antifaschistische Begegnungsstätte Heideruh | Bernhard Trautvetter, Essener Friedensforum (Initiative Frieden-links) | Mathias Treschog, Menschenrechts- und Friedensaktivist | V Jürgen Vogelsang, Kommunistische Plattform in der Partei DIE LINKE | W Roland Wanitschka, Personalrat | Dr. Matthias und Marion Werner, Berlin | Bodo Weser, | Martin Winter, Tangermünde | Britta Wollenweber, Redakteurin | Dr. Karl-Heinz Wollner, | Z Olaf Zimmer, AG Frieden und Antimilitarismus Bremen.

Война и фашизм не повторятся больше никогда.

В Германии помнят о годовщине освобождения.

79 лет назад закончилась разрушительная, смертоносная война, начатая
правительством Третьего Рейха. Советские войска и их союзники
освободили Германию и всю Европу от фашизма. Нашу благодарность
героям-освободителям не выразить словами!
Государства-победители понесли большие потери, но основной удар принял
на себя Советский Союз: 27 миллионов человек погибли, сражаясь за
свободу. Не было ни одной семьи, члены которой не участвовали в войне
как солдаты, партизаны, труженики тыла. Невозможно измерить, насколько
велики страдания, но в то же время и сила духа их родителей, бабушек и
дедушек, прабабушек и прадедушек. Никто и ничто не должно быть забыто.

Нас трогает до глубины души, что несмотря на этот отпечаток в истории
нашей страны, многие люди в Советском Союзе, а позже в России, доверяли
нам, стремились выстроить добрососедские отношения. После объединения
Германии, в небольшой промежуток времени, существовала возможность
создания пространства мира и сотрудничества от Лиссабона до
Владивостока. Вместо этого НАТО продолжало расширяться вплоть до
границ России, что снова показало нашего общего врага. Это не только
забвение истории, но и опасность, что расширение НАТО,
умопомрачительная спираль вооружений и война на Украине приведут к
большой полномасштабной войне, которая может превратить Европу в
руины.

Все это делается не от нашего имени!
Мы требуем от нашего правительства, чтобы оно остановило поставки
оружия на Украину, проявило дипломатические инициативы, чтобы
закончить эту войну, и перестало демонизировать Россию. Мы не хотим
Германию, которая способна вести войну. Мы хотим Германию, которая
способна установить долгосрочный мир. Наше правительство
приостановило германо-российские партнерские отношения в разных
сферах: между городами, университетами, школами, клубами и другими
учреждениями. Многие связи были полностью разорваны. Мы хотели бы
возродить их «с низов», как говорил Берт Брехт: „Только когда сами народы
заговорят, быстро придут к согласию“.
Мир в Европе невозможен без участия России. Мы сторонники такого
европейского устройства безопасности, которое учитывает интересы
каждого в равной мере, в котором конфликты решаются мирным путём по
принципу Иммануила Канта, а оружие в этом устройстве − совершенно без
надобности. Наша планета настолько уязвима, а разработка оружия
массового поражения настолько опасна, что об очередной глобальной войне
даже и речи быть не может.

Список подписей,
Михаэль Аггелидис, Партия dieBasis | Мальте Альбрехт, Председатель
Инициативы в области естественных наук «NatWiss» | Дитер Аммер,
Сторонник мира | Канд. наук Мона Аранеа, Спикер Союза по вопросам мира
земли Северного Рейн-Вестфалия | Проф. канд. наук Йорг Арнольд,
Международная лига по защите прав человека | Канд. наук Фритц Бальке, г.
Берлин | Корнелия Барт, Рабочая группа Мира и Антималитаризма г. Бремен
| Доцент канд.наук Йрханнес Бекер, Исследователь в области мира | Рольф
Бекер, Актёр | Олаф Бекерс, Инициатива «Монтагс и Моерс» (‚Montags in Mo-
ers‘) | Норберт Бирквальд, ОЛПН г. Франкфурт-на-Майне | Петер Блехшмидт,
ОЛПН г. Кемниц | Райнер Браун, Международное бюро по сохранению мира
(инициатива Frieden-links) | Раймон Брете, г. Кемниц | Проф. канд. наук
Михаэль Бри, Философ | Хайнрих Брюкер, Кафэ «Anti-War-Café» в г. Берлин
| Леа Кэмбэлл, | Изабелль Касел, Лаборатория мира в Европе «PeaceLab Eu-
rope» | Дитер Дем, Музыкант | Вольфганг Докхорн, Фонд поддржки «Rot-
Fuchs-Förderverein» | Бригитте Дорнхайм, Германская коммунистическая
партия ГКП | Андреас Айхнер, Округ Карл-Либкнехи в Брандербурге | Тино
Айсбреннер, Поэт-песенник | Роза Энгель, Союз по вопросам мира
Мёнхенгладбах | Ренате Фест, Форум по вопросам мира г. Дюссельдорф |
Дитер В. Фойерштайн, | Бернд Фишер, Скульптор | Петер Франке, | Председатель Германского Общества «Восток-Запад» | Петер Франц,
Куратор еврейского мамориала в Пражском доме в Апольде | Шерхард Фукс-
Киттовски, Германский совет мира | Проф. канд. наук Хайо Функе, Политолог
| Канд. наук Лео Габриэль, Институт межкультурных исследований и
совместной работы г. Вена | Вольфганг Герке, Бывший депутат Бундестага
(инициатива Frieden-links) | Карл-Хайнц Глэзер, г. Магдебург | Бернд Гнант, г.
Кюлюнсборн | Анетте Грот, Бывший депутат Бундестага | Андреас
Грюнвальд, Гамбургский форум по вопросам взаимопонимания между
народами и всемирному разоружению | Йоахим Гиллиард, Гейдельбергский
форум против милитаризма и войны | Ангелика Хаас, Комитет «Дас
Айсцайткомите» (DAS ANTIEISZEITKOMITEE) | Клаус-Детлеф Хаас,
Журналист | Герд Хабенихт, Консультат по вопросам энергетики | Юрген
Хагенгут, г. Дуйсбург | Селла Мария Халафи, | Канд. наук Ингеборг Вернер
Халтиннер и канд. наук Дитер Лун, Ханнелор Тюрфельдер, канд. наук Дитер
Крузе, „Общество по истории молодёжной академии «Вильгельма Пика»
(„Geschichte der Jugendhochschule „“Wilhelm Pieck“)“ | Керстин Ханиш,
Инициативная группа Мир Тройсдорф | Хайке Хэнзель, Бывший депутат
Бундестага (инициатива Frieden-links) | Хуберт Хек, Партия «Свободных
левых» (Freie Linke) г. Аахен | Барбара Хеллер, Бременский форум мира |
Люр Хенкен, Ко-спикер Федерального совета по вопросам мира | Канд. наук
Гюнтер Херинг, г. Росток | Райнер Хессе, Внештатный корреспондент |
Ирене Химберт, Кампания „Stopp Air Base Ramstein” | Филипп Хоффманн,
Архив музыки рабочих г. Кассель | Герд Хоммель, Бывший подполковник
национальной народной армии | Андрей Хунко, Депутат Бундестага | Улла
Йелпке, Бывший депутат Бундестага (инициатива Frieden-links) | Маттиас
Йоххайм, Международные врачи за предотвращение ядерной войны г.
Франкфурт-на-Майне | Кристине Карх, Ко-спикер социальной сети ‚No to war
– No to NATO‘ (инициатива Frieden-links) | Ютта Кауш-Хенкен, Спикер
организации по координации мирных действий г. Берлин | Метин Кайя, Член
Парламента Гамбурга | Лиане Килинк, Объединение «Мост мира – помощь
жертвам войны» | Гизела и Хельмут Кольманн, | Хартмут Кёниг, Писатель и
композитор, заместитель министра культуры ГДР | Германн Копп, Фонд
Маркса и Энгельса | Ральф Крэмер, Секретарь профсоюза | Канд. наук В.
Кригер, Философия + математика | Петер Крипс, Объединение Карла-
Либкнехи в г. Росток | Карл Крёкель, Районный мастер-ремесленник Дессау-
Росслау | Проф. канд. наук Габриэле Кроне-Шмальц, Писатель | Проф. канд.
наук Карин Кулов, Научный сотрудник по вопросам Ближнего Востока и
ислама (инициатива Frieden-links) | Гюнтер Кюстерс, „Объединённая рабочая
группа Attac «Глобализация и Война» („“Globalisierung und Krieg““)“ | Михаэль
Ланг , Кампания „Stopp Air Base Ramstein” | Проф. канд. наук Антон Латцо,
Историк | Канд. наук Хельга Лемме, Гражданская инициатива по установлению
хороших дружеских отношений с Россией („Gute Nachbar-
schaft mit Russland“) г. Лейпциг | Гизела Лингерберг, Рабочая группа «Мир
берлинцев» ОЛПН | Канд. наук Марианне Линке, Бывший министр по
социальным вопросам | Соня и Вальтер Листл, г. Мюнхен | Аня Люке, Харц |
Паскаль Луиг, Инициатива в области естественных наук „NatWiss“
(инициатива Frieden-links) | Андреас Малуга, Кабинет ГДР в г. Бохум | Генри и
Андреа Марек, Союз по вопросам мира г. Шверин | Маттиас Мартерер, г.
Фульда | Проф. канд. наук Росвита Мэрц, Математик, абитуриент
Ленинградского университета | Биргит и Клаус Майер, «Что делать?» Нижняя
Саксония | Герхард Мертшенк, Общество по установлению мира и
международной солидарности | Аня и Бернд Мевес, Общество «Колокол
мира» г. Берлин | Ренате и Юрген Мюллер, Общество германо-китайской
дружбы | Майк Наглер, Кинофестиваль „GlobalE“ | Проф. канд. наук Джон
Нильсен, Преподаватель университета | Канд. наук Александр Ной, Бывший
депутат Бундестага (инициатива Frieden-links) | Соня Невиак, г. Кемниц |
Фритьоф Невиак, г. Кемниц | Лайос Орбан, «Неукротимые» (Die Unbeugsa-
men) – Коллективное движение Левых | Катрин Отте, «Что делать?» | Проф.
канд. наук Норманн Паеч, Эксперт по международному праву, бывший
председатель Бундестага (инициатива Frieden-links) | Канд. наук Инге
Пардон, г. Берлин | Канд. наук Артур Пех, Председатель фракции «Левых»
(DIE LINKE) в Совете округа Одер-Шпрее | Карл-Хайнц Пайл, Мастерская
«Мира и будущего» г. Франкфурт-на-Майне (инициатива Frieden-links) | Канд.
мед. наук Ингрид Пфанцельт, Врач | Катрин и Букхард Пфлуг, Объединение
Карл-Либкнехи в Саксонии-Анхальт | Джина Питч, Певица | Урсула и канд.
наук. Рюдигер Пройсер, | Гердт Пухта, Объединение Карл-Либкнехи в
Мекленбург-Передней Померании | Ахим Райхардт, Консул в отставке |
Кристиане Райманн, Публицист (инициатива Frieden-links) | Проф. канд. наук
Вернер Руф, Политолог, исследователь по вопросам мира (инициатива Frie-
den-links) | Гудрун и Ганс Зауэр, Общество гуманитарной и правовой
поддержки | Канд. наук Лидия Шевченко и Герд Шульц, | Фридерике
Шлегель, Объединение Мост мира – помощь жертвам войны | Канд. наук
Гизела Шляйфе, | Торстен Шляйп, Центр по вопросам мира г. Лейпциг,
сотрудничество за мир | Лотар Шлютер, Берлинские друзья народов России |
Томас Шмидт, Ппенсионер | Йохен Шольц, Бывший подполковник
Бендесвера | Манфред Шёнеберг, Психолог-психотерапевт | Проф. канд.
наук Вилфрид Шрайбер, Военный экономист | Юрген Шу, Спикер ОЛПН г.
Дюссельдорф | Конрад Шулер, Публицист | Юрген Шютте, Союз по вопросам
мира земли Северного Рейна-Вестфалии | Почётный доктор Арне Зайферт,
Консул в отставке | Регина Зильберманн, Ассоциация свободомыслящих
земли Саксонии | Петер Зёргель, Бывший председатель производственного
совета концерна | Норберт Штаффа, Объединение друзей России из

Эрцгебирге | Манфред Штеглих, Организация г. Бремен „Aufstehen Bremen“
| Алексий Столяров, Видеопродюссер | Марина Строиш, Сообщество
«Германо-Российская Дружба» партии «Левых» (die LINKE) | Элизабет
Суковски-Пфольманн, | Вальтрауд Тайге, Коммунистическая платформа
партии «Левых» (die LINKE) | Бернхард Траутфеттер, Форум по сохранению
мира г. Эссен (инициатива Frieden-links) | Маттиас Трешог, Активист по
борьбе за мир и права человека | Вилли ван Оойен, Ко-спикер
Федерального совета по вопросам мира (инициатива Frieden-links) | Юрген
Фогельзанг, Коммунистическая платформа партии «Левых» (die LINKE) |
Роланд Ваничка, Совет персонала | Канд. наук Маттиас и Марион Вернер, г.
Берлин | Бодо Везер | Мартин Винтер, г. Тангермюнде | Бритта Волленвебер,
Редактор | Канд. наук Карл-Хайнц Воллнер, | Олаф Циммер, Сообщество
Мира и Антималитаризма г. Бремен | Хартмут Древес, Пастор на пенсии,
Бременский форум мира | Беа Трампенау, Руководитель Антифашистского
центра встреч Хайдеру | Мария Анна Штеенкен, Информатик | Канд. наук
Йоахим Грубер, Физик на пенсии.

Antifa Mai 2024

1. Mai 2024

Bitte unten auf „Weiterlesen“ klicken, dann ist der Link zur Ausgabe anklickbar.

Gedenkfeier in der Wenzelnbergschlucht

15. April 2024

Am 14.04.2024 fand in der Wenzelnberschlucht das Gedenken an die dort vor 79 Jahren ermordeten Männer statt. Dieses Jahr war die Stadt Remscheid die Ausrichterin. Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz eröffnete die Gedenkfeier, daran schloss sich der eindrucksvolle Beitrag der Schüler:innen des Remscheider Emma-Herwegh-Gymnasiums an. Musikalisch begleitet wurde die Gedenkveranstaltung von der Schülerband „X-Ray“ des Röntgen-Gymnasiums Remscheid.

Vor der Kranzniederlegung sprach Gisela Blomberg als Vertreterin der VVN-BdA NRW:

„Wir gedenken heute der 71 Männer, die an dieser Stelle vor 79 Jahren auf unmittelbaren Befehl des Höheren Polizei und SS-Führers Gutenberger durch die Düsseldorfer Gestapo mit Unterstützung der Wuppertaler Gestapo ermordet wurden. Diese Massenexekution reiht sich ein in die furchtbaren Kriegsendverbrechen, in denen schätzungsweise 700.000 Menschen getötet wurden, wenn wir die Opfer unter den KZ-Häftlingen auf den Todesmärschen miteinbeziehen.

Für all diese Menschen kam die Befreiung zu spät. Sie sollten nicht mehr als Zeugen der ungeheuren Nazi-Verbrechen auftreten können. An einem demokratischen Wiederaufbau Deutschlands sollten sie nicht beteiligt sein.

Die Ermordung der Menschen in der Wenzelnbergschlucht, es war die größte Vernichtungsaktion der Stapo Düsseldorf, fand in der letzten Minute statt, nur 3 Tage vor dem Einmarsch der amerikanischen Truppen.

Von den 71 Opfern, möchte ich stellvertretend an den Düsseldorfer Friedrich Knopp erinnern. Er gehörte im KZ Lüttringhausen zu den politischen Häftlingen.

Bereits 1934 war Knopp zu einer Gefängnisstrafe von 1 Jahr verurteilt worden. Nach seiner Entlassung war er wieder in einer linken Düsseldorfer Widerstandsgruppe aktiv.

Ein Spitzel ließ die Gruppe 1939 hochgehen, 6 Angeklagte wurden zu insgesamt 50 Jahren Zuchthaus verurteilt, Friedrich Knopp zu 15 Jahren.

Was aber waren ihre „Untaten“?

Die Gruppenmitglieder verbreiteten Nachrichten von Radio Moskau und beschrifteten Klebestreifen mit antifaschistischen Parolen. Darüber hinaus fertigten sie Streuzettel mit Schiller- und Goethe-Zitaten an. Dafür ein Beispiel:

Feiger Gedanken
Bängliches Schwanken,
Weibisches Zagen,
Ängstliches Klagen
Wendet kein Elend,
Macht dich nicht frei.
Allen Gewalten
Zum Trutz sich erhalten,
Nimmer sich beugen,
Kräftig sich zeigen

Unter dieses Goethe-Zitat schrieben sie den selbstgedichteten Zusatz:

Arbeiter, es wird von Euch nicht mehr verlangt;
Die Reime beherzigt, vor Taten nicht bangt
Ihr seid geknechtet, Ihr seid entrechtet,
verlangt wird, dass Ihr Eure Freiheit erfechtet!

Friedrich Knopp wurde hier 7 Tage vor seinem 44. Geburtstag ermordet.

Die Toten hier ermahnen uns, Krieg ist mit ungeheuren Menschenopfern und Verbrechen verbunden. Im 2. Weltkrieg wurden 60 Millionen Menschen getötet, 27 Mio. davon allein im Vernichtungskrieg des faschistischen Deutschlands gegen die Sowjet-Union. Allein bei der Blockade Leningrads wurden über 1 Mio Menschen –überwiegend Zivilisten – getötet. Zur deutschen Verantwortung kann nur die Verhinderung eines erneuten Kriegs gegen Russland gehören.

„Nie wieder Faschismus – nie wieder Krieg“ ist die Leitlinie der VVN-BdA, der ältesten und größten antifaschistischen Organisation in Deutschland. Wir wenden uns gegen alle Formen von Rassismus und Neofaschismus. Faschismus ist keine Meinung sondern ein Verbrechen! Zu unserem Antifaschismus gehört selbstverständlich der Kampf gegen jegliche Kriegstreiberei, auch gegen Russland.

Seit Bestehen der Bundesrepublik war die Gefahr eines großen Krieges – auch mit Atomwaffen – noch nie so groß. Diesen müssen wir verhindern! Frieden ist das Gebot der Stunde!

Der drohende Krieg ist aber nicht durch immer aggressivere Aufrüstung, durch das bisher größte Nato-Manöver „Steadfast Defender“ und durch Waffenexporte in Kriegsgebiete zu verhindern. Im Gegenteil, wir müssen zurück zur Entspannungspolitik und Diplomatie, wir brauchen friedliche Konfliktlösungen.

Wir müssen uns einsetzen für einen Waffenstillstand und Friedensverhandlungen in der Ukraine. Wir brauchen eine europäische Sicherheitsordnung unter Einschluss Russlands.

In Gaza müssen die Waffen ebenfalls schweigen. Gerade die Verantwortung für den Holocaust, den Völkermord an 6 Millionen jüdischen Menschen, sollte Deutschland verpflichten, alles zu tun, um ähnliche Verbrechen an anderen Völkern, wie den Palästinensern, zu verhindern. Nur über Verhandlungen unter Anerkennung von völkerrechtlich verbindlichen UNO-Resolutionen kann eine politische Lösung für Israelis und Palästinenser entwickelt werden.

Auch das Massaker in der Wenzelnbergschlucht zeigt: Anstelle von Kriegstüchtigkeit brauchen wir die Fähigkeit zum Frieden. Wir brauchen eine Kultur des Friedens: Keine Bundeswehr in Schulen und Universitäten, stattdessen Friedenspädagogik und Friedensforschung!

Ein Leben in Frieden bedeutet, sich frei und ohne Gefahr von Repressionen und Gewalt für die eigenen Rechte und Interessen einzusetzen.

Es bedeutet auch, dass von deutschem Boden nie wieder Krieg ausgehen darf.“

FIR gratuliert zum Internationalen Frauentag

8. März 2024

Da in diesem Jahr am Ausgabetag des Newsletters der Internationale Frauentag begangen wird, nutzen wir die Gelegenheit, an die verdienstvolle Rolle der Frauen im antifaschistischen Widerstand und in der Bewahrung des Vermächtnisses der Überlebenden zu erinnern.
 
Es ist beileibe keine neue Erkenntnis, aber sie muss immer wieder betont werden, dass in den Reihen der Anti-Hitler-Koalition Frauen einen unverzichtbaren Platz eingenommen haben. Sie gehörten zu den aktiven Kämpferinnen in den Reihen der sowjetischen Partisanen, wie Zoia Kosmodemjanskaja, an die wir vor einiger Zeit in dem FIR-Bulletin erinnert haben. Es waren Kämpferinnen in der illegalen Widerstandsbewegung, wie die Niederländerin Hannie Schaft, das „Mädchen mit den roten Haaren“, oder sie waren aktiv im studentischen Widerstand, wie Sophie Scholl, Mitglied der deutschen Gruppe „Weiße Rose“. Wir nennen diese drei Namen im Wissen, dass in allen Ländern, in denen es antifaschistischen Widerstand gab, Frauen in den Reihen der Widerstandsbewegung eine großartige Rolle gespielt haben. Unter Lebensgefahr kämpften sie für Freiheit, Demokratie und Menschenrechte, für internationale Solidarität und ein friedliches Zusammenleben der Völker. Diese Frauen haben zudem die ihnen zugewiesene tradierte Geschlechterrolle durchbrochen und ihre Emanzipation gelebt.
Als sie nach der Zerschlagung der faschistischen Barbarei ihre gesellschaftliche Rolle neu definieren wollten, mussten sie oftmals erleben, dass die männlichen Herrschaftsmechanismen nicht allein durch die Überwindung der alten Ordnung aufgehoben waren. Vielfach mussten sie im politischen und gesellschaftlichen Alltag die tatsächliche Gleichberechtigung und Anerkennung der Geschlechtergerechtigkeit durchsetzen. Auch dabei leisteten sie einen großartigen Beitrag.

In vielen Mitgliedsverbänden der FIR haben Frauen eine wichtige Rolle gespielt und ihre Perspektive deutlich gemacht. Die FIR hat die Wertschätzung dieser Lebensleistung durch die Ernennung als Mitglieder des Ehrenpräsidiums zum Ausdruck gebracht, z.B. mit Esther Bejarano (Deutschland), Celine van de Hoek de Vries (Niederlande), Lore Krüger (Deutschland), Barbara Piotrowska (Polen), Delfina Tomás (Spanien) und Marie-Louise Vanderborght-Veldemann (Belgien).

Wir wissen sehr gut, dass mit symbolischen Anerkennungen die Geschlechtergerechtigkeit noch lange nicht alltägliche Wirklichkeit geworden ist. Dazu gehören auch die soziale Gerechtigkeit, wie es in der allgemeinen Erklärung der Menschenrechte gefordert wird, gleicher Lohn für gleichwertige Arbeit, gleiche Zugang zu Bildung und Qualifikation, menschenwürdige Arbeits- und Lebensbedingungen, Schaffung von Rahmenbedingungen zur Kinderbetreuung und Arbeitsteilung in der Haushalts- und Care-Arbeit, der es Frauen ermöglicht, ihren Platz im gesellschaftlichen Leben einzunehmen. Wir erinnern daran, wie viele Frauen ihren Kampf für Gleichberechtigung verbunden haben mit dem Eintreten für eine sozial gerechte, demokratische und friedliche Gesellschaft, so wie es schon beim Beschluss auf der ersten Internationalen Sozialistischen Frauenkonferenz 1907 in Stuttgart von der deutschen Sozialistin und Frauenrechtlerin Clara Zetkin propagiert wurde. Zwar standen zuerst die politische Gleichberechtigung und das Frauenwahlrecht im Zentrum, aber schon damals ging es auch um soziale Gleichheit.
Das bedeutet etwas vollkommen anderes, als heute medial in den Vordergrund geschobene „feministische“ Themen. Wer von „feministischer Außenpolitik“ redet und gleichzeitig für Militarisierung und Kriegsverlängerung eintritt, der tritt die Interessen der Frauen in allen Kriegsregionen mit Füßen. Wer die Unterdrückung von Frauen durch reaktionäre, religiös legitimierte Kleidungsvorschriften kritisiert, aber gleichzeitig rassistische Verfolgung und Ausgrenzung von Menschen mit muslimischen Hintergrund betreibt, steht nicht für Gleichberechtigung und Toleranz.

Die FIR und ihre Mitgliedsverbände verstehen daher den Internationalen Frauentag nicht als „Symboltag“ für Frauenemanzipation, sondern als Verpflichtung für uns alle, sich für diese Ziele 365 Tage im Jahr einzusetzen. In diesem Sinne wünschen wir allen Frauen in unseren Organisationen und darüber hinaus alles Gute zum Internationalen Frauentag mit der historischen Losung: „Brot und Rosen!“

Einladung zur Sonderausstelung von Hanns Kralik

Sonderausstellung im Grafschafter Museum im Moerser Schloss

„Hanns Kralik – Mensch wie stolz das klingt“

In dieser Ausstellung ist erstmals seit vielen Jahren, in mehreren Sälen, ein repräsentativer Querschnitt durch das Schaffen Hanns Kraliks zusammengetragen – und dies eingebettet in Objekte und Erläuterungen, die ihn als einen explizit kommunistischen Künstler ausweisen.

Die VVN-BdA Düsseldorf lädt ein zu einem gemeinsamen Besuch:
Datum:  17.03.2024
Anreise: Fahrgemeinschaften in privaten PKWs
Abfahrt: 11:30 Uhr
Treffpunkt: wird nach der Anmeldung mitgeteilt
Bitte meldet Euch bis zum 09.03.2024 bei:

VVN BdA Düsseldorf
c/o Jürgen Schuh

fon: 0211-231822

oder:
info@vvn-duesseldorf.de

An Ostern auf die Straße

Für Frieden, Abrüstung und internationale Solidarität
Gegen „Kriegstüchtigkeit“ und sozialen Kahlschlag

Samstag, 30. Marz 2024
Auftakt und Start 14:00 Uhr vor dem DGB-Haus, Fr.-Ebert-StraBe (Nahe Hbf)
Kundgebung 16:00 Uhr, Marktplatz beim Jan-Wellem-Denkmal vor dem Rathaus

Die Weltlage spitzt sich bedrohlich zu. Der völkermörderische Krieg gegen die Menschen des Gaza-Gebiets hat in seinen ersten drei Monaten schon dreimal so viele tote Zivilisten. vor allem Kinder und Frauen. gefordert wie der Krieg in der Ukraine in den zwei Jahren seit Februar 2022. Und das sind nur zwei von vielen Kriegen, die die Welt erschüttern.

Die von den USA dominierte Wettordnung geht dem Ende entgegen, eine neue Weltordnung ist im Entstehen. Die USA und ihre Verbündeten versuchen, diese Entwicklung mit allen Mitteln aufzuhalten. Sie befeuern daher massiv bestehende Konflikte. führen neue Kriege und betreiben eine nie gekannte Hochrüstung.

Die Bundesregierung will bei dieser Politik „dienend führen“ und stützt die Vormachtstellung der USA. Statt zur Entschärfung von Konflikten beizutragen und damit auch Fluchtursachen zu bekämpfen. tut sie alles, um Menschen aus dem globalen Süden, die vor „unseren“ Kriegen und ihren Folgen flüchten, am Zugang nach Europa zu hindern.

Die unverzichtbare Ergänzung zum Kriegskurs ist der „soziale Krieg“ im Innern. Das gigantische Aufrüstungsprogramm und die kontraproduktiven Folgen des Wirtschaftskriegs gegen Russland machen zwar die Rüstungskonzerne – und die Frackinggasproduzenten! – reich,
reißen aber dramatische Löcher in die privaten wie in die öffentlichen Haushalte. Seit Scholz‘ „Zeitenwende“-Rede vom 27. Februar 22 und dem Beschluss, 100 Milliarden für ein „Sondervermögen“ – also Kriegskredite – zu verausgaben. gibt es dabei kein Halten mehr.

Die durch politische Dummheit („Russland ruinieren“) verursachte Explosion der Energiepreise mit ihren Folgen für die einheimische Landwirtschaft und das gesamte produzierende Gewerbe trifft mit besonderer Wucht den ärmeren Teil der Bevölkerung – also die Menschen, die die Ampelkoalition jetzt weiter verarmen möchte. Lange herrschte relative Ruhe im Land. Aber das beginnt sich zu ändern. Das spüren die herrschenden „Eliten“ und ihre Leitmedien. Daher wird gegen die Antikriegsopposition verschärft vorgegangen: mit Diffamierung und mit zunehmender Repression.

Wie eh und je gehen Krieg und Kriegsvorbereitung Hand in Hand mit der Militarisierung des gesellschaftlichen Lebens. Die Deutschen, fordert Verteidigungsminister Pistorius, müssten wieder „kriegstüchtig“ werden.

Dem setzen wir entgegen: Unser Ziel ist ein friedensbereites und friedenstüchtiges Land!

Wir laden euch ein, beim Ostermarsch 2024 gemeinsam mit uns einzutreten für folgende

Forderungen an die Bundesregierung:

  • Abrüsten statt Aufrüsten!
  • Einsatz der deutschen Diplomatie für friedliche Konfliktlösungen! Verhandeln statt schießen!
  • Stopp aller Waffenlieferungen ins Ausland!
  • Frieden mit Russland – Schluss mit dem Wirtschaftskrieg!
  • Stoppt den Völkermord in Gaza!
  • Deutschland atomwaffenfrei!
  • Schluss mit Demokratieabbau, sozialem Kahlschlag und Militarisierung der Gesellschaft!
  • Grundrechte verteidigen!

Einladung zur Neujahrs-Matinee 2024 des Friedensforum Düsseldorf

31. Januar 2024

Sonntag, 4. Februar 2024
11:00 Uhr bis ca. 13:30 Uhr
Himmelgeister Str. 107, Raum 112
Bürgerhaus Bilk (Salzmannbau)

Friedensforum Düsseldorf

Erreichbar mit öffentlichen Verkehrsmitteln:
Haltestellen Am Steinberg, Moorenstraße oder
Unikliniken (5 min Fußweg).

Programm

Sonntag, 4. Februar 2024
11:00 h bis ca. 13.30 h

Begrüßung und Leitung:
Maggie Winkel-Tauchnitz

Rückblick und Vorschau auf die
Friedensarbeit in Düsseldorf:

Hermann Kopp

Musikalischer Beitrag:
Unser griechisch-zypriotischer Friedens-
freund Antonis Polemitis singt und spielt
Lieder, u.a. von Mikis Theodorakis, auf der
Bouzouki

Für das leibliche Wohl sorgen wir
wie immer mit einem Buffet.

Die Matinee ist unser Dankeschön an alle, die
uns unterstützen.
Um die Friedensarbeit in dieser Stadt weiter zu
beleben, brauchen wir Eure Hilfe!

Das Friedensforum trifft sich jeden 1. und 3. Dienstag
im Monat, 18:30 Uhr im Bürgerhaus Bilk, Raum 112

Eintritt frei.
Über Spenden freuen wir uns natürlich!

Den Flyer mit allen Infos findet ihr hier

„Faschismus ist keine Meinung sondern ein Verbrechen!“

31. Januar 2024

Unter dieser Losung vereinigen sich seit Jahrzehnten Mitglieder der VVN-BdA und Antifaschisti:nnen im Kampf gegen Neonazis. Das seit Jahrzehnten auf tausenden Demonstrationen und Gedenkveranstaltungen getragene Transparent vereinigt in diesen Tagen Hunderttausende, die gegen die Rechtsentwicklung protestieren und eine Gesellschaft ohne Rassismus wollen!

Eine neue „Antifaschistische“ Kampffront ?

Mit dabei sind Vertreter:innen der „staatstragenden“ Parteien, der SPD, der Grünen, der FDP und der CDU/CSU. Sind diese plötzlich zu antifaschistischen Parteien mutiert?

Bereits im letzten Herbst erklärte Kanzler Scholz im Spiegel: „Wir müssen endlich im großen Stil abschieben“! Letzte Woche noch demonstrierte Scholz in Potsdam gegen die AFD, aber nur einige Tage später beschloss seine Koalition im Bundestag das „Gesetz zur Verbesserung der Rückführungen“! Und an den Ärmsten soll gespart werden, Sanktionen beim Bürgergeld sind bis zu zwei Monaten möglich!

Schluss mit Sozialabbau und Kriegstreiberei!

Der „Senkrechtstart“ der AfD liegt an der neoliberalen Privatisierungspolitik der vergangenen Jahrzehnte! Es ist die verheerende Politik der Ampel-Koalition, die der AFD die Wähler zuschiebt!

Die Menschen merken zu Recht, dass etwas aus den Fugen gerät. Es ist die Umverteilung der Gelder der „kleinen Leute“ in die Taschen der Superreichen.

Das Gesundheitssystem wird ruiniert, das Bildungssystem kaputtgespart, das Rentensystem gerät in die Krise, kurz die gesamte öffentliche Daseinsvorsorge ist bedroht. Die Preise explodieren, Mieten werden unbezahlbar, Sozialwohnungen sind knapp. Auch bei den Bauern soll gespart werden.

Auf Kosten der Mehrheit der Bevölkerung wird an der Schuldenbremse festgehalten! Für die Kriegstreiberei ist genug Geld da! Ein „Sondervermögen“ von 100 Milliarden Euro steht für die Bundeswehr bereit. Und weitere Milliarden Euro des „Verteidigungshaushalts“ füllen die Taschen der Rüstungskonzerne mit Superprofiten!
Kriegstüchtig sollen wir wieder werden und so beteiligt sich die Bundeswehr am bisher größten NATO – Manöver „Steadfast Defender“, der dritte Weltkrieg wird geprobt!

Nie wieder Faschismus – nie wieder Krieg!

Wer den scheinbar unaufhaltsamen Aufstieg der neofaschistischen AfD bremsen will, muss den verhängnisvollen Kurs der Kriegstreiberei, des hemmungslosen Hochrüstungskurses und des sozialen Kahlschlags stoppen. Dafür gehen wir nicht nur 27.01. in Düsseldorf auf die Straße!

VVN-BdA Düsseldorf

Nach 900 Tagen – Die Befreiung von Leningrad am 27. Januar 1944

27. Januar 2024

Die Internationale Föderation der Widerstandskämpfer (FIR) – Bund der Antifaschisten erinnert an diesem 27. Januar nicht nur an den Jahrestag der Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz im Jahre 1945, sondern auch an den 80. Jahrestag der Befreiung der Stadt Leningrad mit der Durchbrechung der Blockade durch die sowjetische Armee am 27. Januar 1944. Die internationale antifaschistische Bewegung gedenkt der mehr als eine Millionen Opfer der Blockade und würdigt die Helden, die für die Befreiung vom Faschismus ihr Leben gegeben haben.

In den Welteroberungsplänen des deutschen Faschismus nahm der Überfall auf die Sowjetunion am 22. Juni 1941 einen besonderen Platz ein. Es ging um die Rohstoffreserven der UdSSR und die industriellen Kapazitäten im Westen der Sowjetunion. Im „Fall Barbarossa“ waren diese Ressource fest eingeplant, um einen Krieg gegen die UdSSR überhaupt führen zu können. Das nach Osten vorrückende Millionenheer sollte sich aus den Vorräten der örtlichen Bevölkerung versorgen und damit den dort lebenden Menschen, die als „slawische Untermenschen“ betrachtet wurden, die Lebensgrundlage nehmen. Zudem war es ein ideologisch motivierter Vernichtungskrieg gegen den „jüdisch-bolschewistischen“ Feind.
Als die faschistischen Heere Ende August 1941 Leningrad erreichten, gelang es ihnen nicht, die Stadt zu erobern. Stattdessen wurde am 8. September 1941 ein Blockadering geschlossen. Damit war die Großstadt, in der damals rund drei Millionen Menschen lebten, im Süden durch deutsche Truppen und ihre Verbündeten, im Norden von finnischen Einheiten blockiert. Nur über den im Osten gelegenen Ladogasee konnten zeitweise und unter großen Gefahren Lebensmittel und andere Versorgungsgüter in die Stadt gebracht werden. Die Blockade von Leningrad und das Aushungern der Bewohner war Teil der verbrecherischen Kriegsführung in Osteuropa, die mit dem Begriff „Vernichtungskrieg“ treffend charakterisiert wird. Tatsächlich starben mehr als eine Million Menschen während der Belagerung an Hunger und Mangelernährung.
Dennoch haben die Menschen in Leningrad knapp drei Jahre der faschistischen Bestie widerstanden und ein sichtbares Zeichen gesetzt, dass die „unbesiegbare“ Wehrmacht an ihre Grenzen stößt. Die Heldentaten der Einwohner und der sowjetischen Armee, die im Winter die Versorgung der Menschen über die zugefrorene Ostsee organisierte und die im Januar 1944 den Blockade-Ring sprengen konnte, sind unvergessen. Zurecht wurde der Stadt und ihren Einwohnern nach dem Krieg der Ehrentitel „Heldenstadt“ zuerkannt. Diesen Titel trägt die Stadt bis heute, auch wenn sie nun St. Petersburg heißt.

Bis heute lehnt die Bundesrepublik Deutschland jegliche Entschädigung an nichtjüdische Bürger der damaligen Sowjetunion bzw. des heutigen Russlands grundsätzlich ab. In einem offenen Brief an die Bundesregierung vom Herbst letzten Jahres beklagen die letzten Überlebenden der Blockade: „Mittlerweile sind wir weniger als Sechzigtausend, alles Menschen verschiedener Nationalitäten, die die Gräuel der belagerten Stadt überlebten.“ Sie verurteilen die Weigerung Berlins, eine für jüdische Überlebende zugesagte Entschädigung „auf alle heute noch lebenden Blockade-Opfer ohne Ansehen ihrer ethnischen Zugehörigkeit auszuweiten“. Schließlich hätten die deutschen Pläne zum Hungermord „keine Ausnahmen aufgrund von Nationalität“ vorgesehen. „Wir appellieren an die deutsche Bundesregierung, … die humanitären Auszahlungen auf ausnahmslos alle Blockade-Überlebenden auszuweiten.“
Die Bundesregierung habe sich einzig bereit erklärt, als „humanitäre Geste“ einen finanziellen Beitrag für ein St. Petersburger Krankenhaus für Kriegsveteranen und zur Einrichtung eines deutsch-russischen Begegnungszentrums zu leisten. Laut Aussagen der russischen Botschaft in Berlin kommen beide Projekte jedoch nur mühsam voran und sind weit von ihrer Realisierung entfernt. Angesichts der Sanktionspolitik im Zusammenhang mit dem Ukraine-Krieg werden wohl selbst diese Leistungen voraussichtlich auf den St. Nimmerleinstag verschoben. Die Botschaft betont, dass es ihr keineswegs ums Geld gehe. Denn für ein menschenwürdiges Leben der Veteranen und Blockade-Opfer sorge der russische Staat natürlich selber. Es gehe vielmehr – so wörtlich – um „Gerechtigkeit, Gewissen sowie um die Aufrichtigkeit der deutschen Politiker, die von der Verantwortung für die grausamen Verbrechen des Nazi-Regimes auf dem Gebiet der UdSSR, einschließlich der Leningrader Blockade, sprechen.“
Die FIR verbindet die Erinnerung an die Befreiung Leningrads mit ihrer Unterstützung für die berechtigten Forderungen der Überlebenden.

Filmvorführung – „Professor Mamlock“

5. Januar 2023

Achtung – Änderung des Kinos!
Die Vorführung findet am 1. Februar, um 19:00 im
Kino Souterrain, Dominikanerstr. 4, Düsseldorf / Oberkassel statt.
(nicht wie initial angekündigt im Bambi!)

Zur Erinnerung an den 30. Januar 1933, dem Tag der Machtübertragung an Adolf Hitler vor 90 Jahren, lädt die VVN-BdA Düsseldorf zu einer Filmvorführung ein:

„Professor Mamlock“ von Konrad Wolf, DEFA, 1961.

Dieser Film basiert auf dem gleichnamigen Theaterstück von Friedrich Wolf, der dieses Stück im Sommer 1933 im Exil in Frankreich geschrieben hat.

Die Filmgeschichte beginnt an Silvester 1932/33 im Haus von Professor Mamlock und zeigt die zunehmende Faschisierung in der ersten Jahreshälfte 1933.
Erzählt wird die tragische Geschichte von Professor Mamlock, der zunächst nicht wahrhaben will, dass auch er, der weltbekannte Chirurg und Teilnehmer am 1. Weltkrieg, aus seiner Funktion aus Chefarzt vertrieben werden soll. Seinen Sohn Rolf, der sich dem kommunistischen Widerstand angeschlossen hat, verweist er aus seinem Haus.

Der Film, den die Zeitschrift Cinema als ein „Lehrstück über die Macht der Politik“ würdigte, erhielt zahlreiche Auszeichnungen für die schauspielerische Leistung und die expressive Kameraführung.

Wolfgang Langhoff, Schauspieler, Regisseur, ab 1930 auch künstlerischer Leiter der Agit-Prop-Truppe „Nord-West-Ran“ mit Hilarius Gilges und Maria Wachter, sowie Autor des Buches „Die Moorsoldaten“, wurde nach der Befreiung von Hanns Kralik, dem 1. Düsseldorfer Kulturdezernenten, zum Leiter der Städtischen Bühnen berufen.
Friedrich Wolfs Theaterstück „Professor Mamlock“ gehörte neben „Nathan der Weise“ zu den ersten Nachkriegsinszenierungen Langhoffs in Düsseldorf. Die Premiere fand am 05.Mai 1946 statt.


Die Vorführung findet am 1. Februar, um 19:00 im Kino Souterrain, Dominikanerstr. 4, Düsseldorf / Oberkassel statt.

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