Prozess gegen Kaspar, ohne Entscheidung

14. Februar 2018

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Erster Verhandlungstag geht ohne Entscheidung zu Ende

Der erste Verhandlungstag gegen den DSSQ-Aktivisten Kaspar Michels wegen Hochhalten eines Protestschildes gegen die AfD ging mit einer Vertagung aus. Wir finden, das Verfahren hätte heute ohne Auflagen eingestellt werden müssen. Wer ein Protestschild hoch hält und dabei alle Absprachen mit der Polizei einhält, sollte nicht im Nachhinein nachweisen müssen, dass dieser Protest keine Straftat war! Darum lehnte Kaspar Michels die Zahlung von 600 Euro für eine Einstellung des Verfahrens ab. Wir fordern daher für die nächste Verhandlung entweder die Einstellung ohne Auflagen oder einen Freispruch für Kaspar. Wenn Strafverfolgungsbehörden und Justiz mit fragwürdigen Begründungen Proteste gegen Rassismus mit Strafen verfolgen, sehen wir das Recht auf freie Meinungsäußerung und die Versammlungsfreiheit in Gefahr. DSSQ und seine Mitgliedsorganisationen sowie zahlreiche andere Akteure der Zivilgesellschaft haben heute vor dem Landgericht ihre Solidarität und ihren Protest gezeigt. Wir werden auch die kommenden Verfahren gegen Aktivisten von DSSQ kritisch begleiten. Wir danken euch allen für eure Unterstützung!

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Prozess gegen Kaspar Michels

Am Aschermittwoch, den 14.02.2018 um 11:00 Uhr nimmt der jüngste polizeiliche und staatsanwaltschaftliche Irrsinn weiter seinen Lauf. Denn dann steht Kaspar Michels, Gewerschafts- und DSSQ-Aktivist in Düsseldorf vor Gericht. Wir rufen daher zu Protesten ab 10:00 Uhr vor das Amtsgericht Düsseldorf auf. Kaspar wird vorgeworfen gegen das Versammlungsgesetz verstoßen zu haben. Er hatte angesichts einer Podiumsveranstaltung zur Landtagswahl im Düsseldorfer Maxhaus, zu der auch die AfD eingeladen wurde, ein Schild hochgehalten. Für dieses Schild mit der Aufschrift „Die AfD ist in Düsseldorf nicht willkommen“ soll er nun 1.500 Euro Strafe zahlen.

Das Strafverfahren von Kaspar steht in einer Reihe von Kriminalisierungsversuchen gegen DSSQ-Aktivist*innnen. Ganz offensichtlich sollen die erfolgreichen Aktionsformen von DSSQ kriminalisiert werden und AktivistInnen, die sich gegen Rechts stark machen, eingeschüchtert werden. Nur eine Woche später steht Johannes Dörrenbächer ebenfalls DSSQ-Aktivist vor Gericht. Am 20.02.2018 um 08:30 Uhr beginnt sein Prozess. Er soll im Mai 2017 beim Wahlkampfauftakt der rechtspopulistischen und rassistischen Partei AfD in Düsseldorf an einer Sitzblockade teilgenommen haben und nun 2.500 Euro zahlen: http://duesseldorf-stellt-sich-quer.de/blog/2018/01/25/zivilcourage-darf-nicht-kriminalisiert-werden/

Aber auch das Verfahren gegen Torsten Nagel und Mischa Aschmoneit geht in Kürze in die zweite Runde. Beide wurden in erster Instanz zu insgesamt 8800 Euro verurteilt, weil sie anlässlich einer Kundgebung und Demonstration der extrem rechten „Republikaner“ am 19.3.2016 am Oberbilker Markt zu einer Sitzblockader aufgerufen haben sollen. Der Vorwurf lautete „Störung einer Versammlung“ und „Landfriedensbruch“. Gegen das Urteil haben die Beiden Berufung eingelegt. Die Berufungsverhandlung findet am 9.3.2018 um 10:15 Uhr vor dem Landgericht Düsseldorf statt.

Wir zeigen uns solidarisch mit allen Angeklagten. Denn Zivilcourage darf nicht kriminalisiert werden! Kommt zur Protestaktion am Aschermittwoch um 10:00 Uhr vor das Amtsgericht Düsseldorf und zum Prozess ab 11:00 Uhr. Kommt zum Prozess von Johannes am 20.02.2018 um 08:30 Uhr und am 09.03.2018 um 10:15 Uhr zum Prozess von Mischa und Torsten.

Zivilcourage darf nicht kriminalisiert werden!

25. Januar 2018

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Am 20.02.2018 um 08:30 Uhr steht Johannes Dörrenbächer, Aktivist des Bündnisses „Düsseldorf stellt sich quer“ in Düsseldorf vor Gericht. Er soll im Mai 2017 beim Wahlkampfauftakt der rechtspopulistischen und rassistischen Partei AfD in Düsseldorf an einer Sitzblockade teilgenommen haben. Weil er nicht sofort aufgestanden ist, um den Mitgliedern der AfD den Weg frei zu machen, soll er nun 2.500 Euro zahlen. Der Vorwurf: Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte. Doch auf einem Beweisvideo der Polizei ist deutlich zu sehen, dass Johannes friedlich am Boden sitzt, zeitweise sogar liegt und sich von den Beamten wegtragen lässt. Die Protestaktion fand im Rahmen einer Kundgebung von „Düsseldorf stellt sich quer“ (DSSQ) statt. Dieses Bündnis gegen Rechts hatte von Anfang an zu Aktionen des zivilen Ungehorsams wie Sitzblockaden aufgerufen.

Das Strafverfahren steht in einer Reihe von Kriminalisierungsversuchen gegen DSSQ-AktivistInnen. Ganz offensichtlich sollen die erfolgreichen
Aktionsformen von DSSQ kriminalisiert werden und AktivistInnen, die sich gegen Rechts stark machen, eingeschüchtert werden. So wurden schon Torsten Nagel und Mischa Aschmoneit zu insgesamt 8800 Euro verurteilt, weil sie anlässlich einer Kundgebung und Demonstration der extrem rechten „Republikaner“ am 19.3.2016 am Oberbilker Markt zu einer Sitzblockader aufgerufen haben sollen. Der Vorwurf lautete „Störung einer Versammlung“ und „Landfriedensbruch“. Gegen das Urteil haben die Beiden Berufung eingelegt. Die Berufungsverhandlung findet am 9.3.2018 um 10:15 Uhr vor dem Landgericht Düsseldorf statt.

Jüngstes Beispiel des polizeilichen und staatsanwaltschaftlichen Irrsinns ist der Vorwurf „Verstoß gegen das Versammlungsgesetz“  gegen Kaspar Michels, Gewerkschafts-  und  DSSQ-Aktivist. Er hatte angesichts einer Podiumsveranstaltung zur Landtagswahl im Düsseldorfer Maxhaus, zu der auch die AfD eingeladen wurde, ein Schild hochgehalten. Für dieses Schild mit der Aufschrift „Die AfD ist in Düsseldorf nicht willkommen“ soll er nun 1.500 Euro Strafe zahlen.

Das Hochhalten eines Schildest soll 1.500 Euro kosten
Das Hochhalten eines Schildes soll 1.500 Euro kosten
Der AfD im Weg rum liegen soll 2.500 Euro kosten.
Der AfD im Weg liegen soll 2.500 Euro kosten.

Solikonzert für Rock gegen Rechts Düsseldorf e.V. im Pitcher

Damit auch 2018 ein starkes Festival gegen Rechts in Düsseldorf stattfinden kann, haben sich der Pitcher (Livemusik Kneipe)  “The John Porno Punk Explosion” und die Band “Vanbargen” zusammengetan um den Verein “Rock gegen Rechts Düsseldorf e.V.” zu unterstützen.

Nachdem 2017 über 3.000 Gäste das Festival besucht haben und sichtlich viel dabei Freude hatten, kam die Frage auf wie wir das Open Air im Volksgarten attraktiver gestalten können.

Es sind Ideen entstanden die zur Umsetzung auch ein gewisses Budget bedingen. Nach Gesprächen mit Andreas Kalus vom Pitcher, kam von ihm die Idee eine Soli Show für uns zu machen. Wir waren sofort begeistert und fragten wie es ablaufen sollte, Andreas kam direkt auf JPPX und Vanbargen die wir fragen könnten ob sie auftreten würden.  Die Antwort von beiden Bands war sofort “Ja” machen wir.

JPPX: “The John Porno Punk Explosion aus Düsseldorf ist eine Punkrock-Coverband. Coverband – ein Begriff, der schon alleine für sich oft für ein Gesicht beim Gegenüber sorgt, als hätte man etwas Schlechtes gegessen.
Doch The John Porno Punk Explosion ist eben die etwas andere Coverband: „Uns war von Anfang  Authentizität wichtig. Dazu gehört auch, in den richtigen Clubs die richtigen Lieder zu spielen. Viele der Songs die wir spielen begleiten uns schon seit Jahrzehnten. Und das, was wir singen, meinen wir auch so.
Für uns steht im Vordergrund, den Menschen, die unsere Konzerte besuchen, eine gute Zeit zu bieten. Zwei Stunden Vollgas, zwei Stunden den Alltag vergessen.
Normalerweise nehmen wir uns selbst nicht allzu ernst, aber dieses Thema liegt uns am Herzen:
Ausgrenzung, Hass und Rassismus haben auf unseren Konzerten nichts zu suchen!“
Punkrock mit Herz und Haltung – das ist unser Ding. Deswegen unterstützen wir die Kampagne „Rock gegen Rechts“.

 

Vanbargen:

„Wir unterstützen gerne Veranstaltungen die einen guten Zweck verfolgen!“

Na wenn Rock gegen Rechts kein guter Zweck ist was dann.

Die Eintrittsgelder gehen komplett an Rock gegen Rechts.

Wir danken dem Pitcher; The John Porno Punk Explosion und Vanbargen für ihre Unterstützung!

Rock gegen Rechts Düsseldorf e.V.

 

 

Die Show findet am

14.04.2018 im

(Oberbilker Allee 29, 40215 Düsseldorf) statt.

Einlass: 18 Uhr

Beginn: 19.15 Uhr

Eintrittspreis: 10,- VVK / 13,- AK

Keine Abschiebung nach Afghanistan! Proteste am Düsseldorfer Flughafen

18. Januar 2018

Am Dienstag, 23.1.2018 um 18 Uhr soll erneut ein Sammelabschiebeflug vom Düsseldorfer Flughafen nach Afghanistan starten. Das Bündnis Nedaje Afghan und viele UnterstützerInnen rufen zu Protesten am Flughafen und am Hauptbahnhof Düsseldorf auf.

16 Uhr Protestkundgebung am Hauptbahnhof Düsseldorf, dann gemeinsame Anreise zum Flughafen. Ab 17 Uhr Kundgebung und Proteste im Düsseldorfer Flughafen Abflug B.

Laut einem Lagebericht von amnesty international von Oktober 2017 verstößt jede Abschiebung in das Bürgerkriegsland Afghanistan gegen das Völkerrecht. Die Menschenrechtsorganisation fordert die Bundesregierung auf, unverzüglich dafür zu sorgen, dass in Anbetracht der äußerst schlechten Menschenrechts- und Sicherheitslage niemand mehr nach Afghanistan abgeschoben wird.

Allein im Jahr 2016 wurden im afghanischen Bürgerkrieg knapp 11.500 Menschen getötet oder verletzt, im ersten Halbjahr des vergangenen Jahres waren es bereits mehr als 5.200. Unter den Opfern sind zunehmend Frauen und Kinder. Trotzdem werden immer mehr Afghanen, die in Deutschland Asyl beantragen, zur Rückkehr gezwungen.

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Rassismus bekämpfen – Das Leben feiern

Der Vorverkauf für das Konzert „Rassismus bekämpfen – Das Leben feiern!“ anläßlich des 25. Jahrestages des Brandanschlages mit Pippo Pollina als Gast Wilfried Schmickler läuft. Das Konzert findet in der COBRA-Solingen statt.

Karten können unter der Homepage der COBRA, direkt bestellt werden oder bei allen bekannten Vorverkaufsstellen in Solingen.

Unterstützer:

40 Jahre BilkerBasisBuchZentrale

16. Januar 2018

BiBaBuZe

.. sind unzählige verkaufte Bücher und Zeitschriften. Viel Wein und Kaffee. Zahllose Veranstaltungen und Büchertische. BiBaBuZe bedeutet 40 Jahre Gegenleben, Gegenentwurf zum Mainstream und ein Ort für Kritik. Das Ladenlokal war in dieser Zeit oft Anker und manchmal auch Ursprung für linke Initiativen in Düsseldorf.

Ein Infoladen an dem politische Literatur und Publikationen die Regel sind und keine Ausnahme. Viel hat der Laden erlebt Wir mit ihm. Denn auch für unsere Düsseldorfer Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (WN-BdA) ist BiBaBuZe immer eine gute Adresse.

Wir bedanken uns deshalb mit einem kleinen Geburtstagsgeschenk, einem Konzert mit

Cynthia Nickschas

Donnerstag, 22. Februar 20:00 Uhr

Eintritt: 12 Euro AK, 9 Euro VVK,

Einnahmen werden gespendet

BibabuZe

Aachener Straße 1, 40223 Düsseldorf


Cynthia Nickschas stammt aus Bonn und fing als Straßenmusikerin an. Sie sucht Wege und Perspektiven in dieser entpersönlichten Leistungsgesellschaft der Verdummung, in ihrer ganz eigenen Liedsprache, bluesig, soulig, eindringlich, authentisch. Lieder zum Zuhören genauso wie zum Grooven. Cool und nachdenklich.

 

Kranzniederlegung am Mahnmal „Ehra“ und Filmpräsentation

Bild könnte enthalten: eine oder mehrere Personen und im Freien

Im Gedenken an die ermordeten Sinti und Roma und am Jahrestag des berüchtigten Auschwitz-Erlasses von 1942 versammeln wir uns an der Bronzeplastik „Ehra“ am alten Innenhafen in der Altstadt.
Anschließend wird in der Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf,
Mühlenstr. 29, der Film „Eigentlich soll alles so bleiben hier –
Haus Esselt. Die Menschen, die Kunst und die Zeit“ über das
Otto-Pankok-Museum präsentiert. Der Film zeigt „Haus Esselt“
als Lebensort, Ort der Kunst, Ort des Miteinanders und der
Begegnung. Ausgangspunkt der Filmarbeiten des Teams um
Dr. Dagmar Hänel vom LVR-Institut für Landeskunde und
Regionalgeschichte waren biografische Interviews mit Eva
Pankok und den Menschen, die sich in „Haus Esselt“ engagieren.
Für den rund 40-minütigen Dokumentarfilm wurden Bilder
von Otto Pankok in Szene gesetzt und Besuchergruppen und
Schulklassen begleitet.
Dr. Dagmar Hänel wird in den Film einführen.

Kein Bock auf Nazis

8. Dezember 2017

Spendenaktion

Bild könnte enthalten: Text

Bei den Protesten gegen die AfD in Hannover wurde ein Demonstrant von der Polizei schwer verletzt. Er war an eine Pyramide gekettet. Sein Unterschenkel wurde zweifach gebrochen. Jetzt solidarisch zeigen und Spenden.
Jeder Euro hilft!

Widerstand bei Rheinmetall während der NS-Herrschaft

Der Eintritt ist frei!​

http://www.erinnerungsort-duesseldorf.de/images/Veranstaltungen/Rheinmetall.jpg

Rheinmetall, in unmittelbarer Nachbarschaft zum damaligen Schlachthof gelegen, ist einer der bedeutendsten deutschen Rüstungskonzerne.
Während des Krieges wurden hier nicht nur Tausende ausländischer ZwangsarbeiterInnen eingesetzt.
Der Historiker Stefan Mühlhausen berichtet, dass es schon bald Widerstand aus dem ArbeiterInnenmilieu gab, der unter den Bedingungen der NS-Terrorherrschaft besorgt die massive Aufrüstung in den 1930er Jahren verfolgte und während des Krieges versuchte, Sand in die gut geölte Rüstungsmaschinerie zu streuen.

Dieser Vortrag ist der fünfte der aktuellen Veranstaltungsreihe des Erinnerungsortes Alter Schlachthof: Erinnern heißt Handeln III. Weitere Infos unter http://www.erinnerungsort-duesseldorf.de/neuigkeiten.
In Kooperation mit dem AStA – HSD.

 

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