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28.01.2012
Demokratie verwirklichen! Frieden schaffen!
30. Landesweite Konferenz antifaschistischer Initiativen und Organisationen 2012 in NRW
antifaschistische Initiativen und Organisationen werden aufgerufen:
Bereits zum 30. mal findet in Nordrhein-Westfalen eine Konferenz
antifaschistischer Initiativen und Organisationen statt. Am 28. Januar 2012 in
Dortmund geplant, will sie die vielen Ansätze zahlreicher Organisationen
und Initiativen in der Auseinandersetzung gegen die Neonazis und Rassisten
zusammenführen. Maßgeblich initiiert von der VVN-Landesvereinigung
NRW sollen in insgesamt sieben Arbeitsgruppen Erfahrungen ausgetauscht und vor
allem Maßnahmen zur weiteren Bekämpfung des Naziungeistes erarbeitet
werden. Nicht zuletzt vor dem Hintergrund der Nazimorde und der Verstrickung
staatlicher Behörden darin, stößt die Konferenz auf große
Resonanz. Im gemeinsamen Aufruf zur Konferenz heißt es dazu: „...Uns
ist klar, dass der Neonazismus nur die sichtbare Spitze der Rechtsentwicklung in
ganz Europa ist. Es besteht ein Zusammenhang zwischen dem Gewährenlassen
der Neonazis durch staatliche Instanzen, der Justiz und dem täglichen
Rassismus, der Abschiebepraxis und der Ausweitung der Kriegseinsätze. Die
Neonazis stehen einer demokratischen Gesellschaft im Weg. Neonazis und rechte
Ideologien haben zur Lösung von gesellschaftlichen Krisen sowie zur
Beendigung von kriegerischen Auseinandersetzungen nichts, aber auch gar nichts
beizutragen, außer der Option, dass es auch noch schlimmer geht. Denn
Faschismus ist keine Meinung, sondern ein Verbrechen! ...“ Das
Konferenzmotto „Demokratie verwirklichen! Frieden schaffen!“
drückt aus, dass es den Initiatoren nicht nur darum geht den Neofaschisten
und Rassisten das Leben so schwer wie möglich zu machen. Darüber
hinaus geht es ihnen vor allem auch darum Handlungsalternativen für eine
lebenswerte Zukunft zu entwickeln. Eröffnet wird die Konferenz durch Dr.
Ullrich Schneider, Generalsekretär der Internationale Föderation der
Widerstandskämpfer - Bund der Antifaschisten (FIR). Er beleuchtet in seinem
Vortrag die Aktivitäten der demokratischen Kräfte gegen die
Neofaschisten im europäischen Raum. Abgerundet wird die Konferenz durch ein
vielseitiges Kulturprogramm.
Samstag, 28. Januar 2012, ab 10:00 Uhr
FHS Fachbereich Design, Max-Ophüls-Platz 2, 44139 Dortmund
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31.01.2012
eine Nazijägerin kommt nach 40 Jahren nach Essen zurück
Von Deutschland nach Frankreich und zurück - Beate Klarsfeld in Essen
Anlässlich des Gedenkens an die Befreiung von Auschwitz und an die Machtübergabe an Hitler
„Man muß dazu sagen, dass ich 1960 nach Paris kam und dort meinen
späteren Mann kennenlernte, dessen Vater nach Auschwitz deportiert und dort
vergast worden war. Für mich war das eine Einführung in eine
Geschichte, über die ich in der Schule nichts gelernt hatte".
Dienstag, 31. Januar 2012, 19.00 Uhr
VHS, Burgplatz 1, Essen
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02.02.2012
Ausstellung
„Betrifft: Aktion 3“, NS-Originalakten aus Düsseldorf und Köln
Unter der Tarnbezeichnung „Aktion 3“ gab das Reichsfinanzministerium
1941 Anweisungen heraus, wie bei der Deportation der deutschen Juden deren
Vermögen einzuziehen sei: Bis auf einen Betrag von 100 Reichsmark und 50 kg
Gepäck solle das Vermögen der Deportierten eingezogen werden. Der
Vermögensentzug und die Verwertung erfolgten in enger Zusammenarbeit von
Finanzbeamten mit der Gestapo und unter Mitwirkung von Stadtverwaltungen,
Hausverwaltern, Gerichtsvollziehern, Bankangestellten, Auktionatoren und
Spediteuren. Die durch die „Aktion 3“ erzielten Einnahmen werden auf
rund 778 Millionen Reichsmark beziffert.
Donnerstag, 02. Februar 2012, ganztägig
VHS-WBZ am Hbf., Düsseldorf
02.02.2012 bis 16.02.2012 Mit Führungen für Schulklassen durch die
Ausstellung mit Prof. Dr. Dreßen sind auf Anfrage möglich. Kontakt:
Mahn- und Gedenkstelle Düsseldorf: 0211 8996205 oder Prof. Dr.
Dreßen: 0243 34924
In Kooperation mit dem Rosa-Luxemburg-Club Düsseldorf, der Jüdischen
Gemeinde und der Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf
21.01.2012
Ansprache zur Eröffnung der Ausstellung
„Gesichter des deutschen Widerstandes: Lya und Hanns Kralik“
am 13. Januar 2012 in der Galerie fiftyfifty in Düsseldorf
Sehr geehrte Damen und Herren, sehr geehrter Herr Lohe, lieber Dr. Fleermann,
liebe Freundinnen und Freunde, liebe Kameradinnen und Kameraden,
der Begriff KameradInnen ist negativ besetzt, aber so gingen die Häftlinge
in deutschen Konzentrationslagern miteinander um und dieser Sprachgebrauch hat
sich auch in der VVN-BdA erhalten.
Wir erinnern heute mit dieser Ausstellung an ein vielfach unbekanntes Kapitel
deutsch-französischer Freundschaft, ein Kapitel, welches mit Blut und
Tränen geschrieben ist, welches aber auch mit den besten demokratischen und
pazifistischen Traditionen unserer Länder eng verbunden ist. Dieses
angesprochene Kapitel hat nichts mit der Großmacht-Kumpanei der Kanzlerin
Merkel und dem Präsidenten Sarkozy zu tun. Und schon gar nichts mit dem
verblichenen Kanzler Adenauer.
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02.01.2012
Es ist nicht nur sehr schön gewesen
Die WZ berichtet am 27.12.2011 zum Tod von Johannes Heesters mit der Überschrift „Es ist sehr schön gewesen“.
Dies sei nach seinen eigenen Angaben das Lebensfazit des Entertainers gewesen.
Welch einseitiger und verklärender Begriff von Schönheit steht hinter
dieser Einschätzung? Wenn der Beginn der „eigentlichen
Karriere“ von Heesters auf 1935 in Berlin gelegt wird, dann hätte
auch geschrieben werden können, dass 1935 bereits das zweite Jahr des
„Tausendjährigen Reiches!“ war.
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02.01.2012
Muss der Verfassungsschutz abgeschafft werden?
Die aktuelle Diskussion über die Morde der sog. Zwickauer Zelle haben den
Blick wieder einmal auf die Verfassungsschutzbehörden des Bundes und der
Länder gelenkt. Obwohl der Verfassungsschutz ersichtlich versagt hat, wird
auf politischer Ebene über eine Abschaffung der
Verfassungsschutzbehörden noch nicht einmal ernsthaft diskutiert. Die
weitestgehende Forderung dürfte die von Justizministerin
Leutheusser-Schnarrenberger nach Zusammenlegung der Landesbehörden sein.
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15.12.2011
Berühmtester Todeskandidat Amerikas begnadigt
PHILADELPHIA. Mumia Abu-Jamal wurde 1982 wegen Mordes an einem Polizisten verurteilt - jetzt soll die Todesstrafe gegen ihn aufgehoben werden.
Nach einem drei Jahrzehnte dauernden Kampf bleibt dem wegen Polizistenmordes
verurteilten US-Journalisten Mumia Abu-Jamal die Todesstrafe erspart. Wie die
zuständige Staatsanwaltschaft in Philadelphia bekanntgab, will die Anklage
nicht mehr länger die Todesstrafe wegen Polizistenmordes durchsetzen. Der
heute 57-Jährige solle stattdessen lebenslang hinter Gitter bleiben.
Massive Zweifel an seiner Schuld hatten Abu-Jamal zu einer Symbolfigur im Kampf
gegen die Todesstrafe in den USA gemacht.
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25.11.2011
Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes (VVN-BdA) fordert:
Neofaschismus endlich konsequent bekämpfen
“V-Leute-System abschaffen“ / Vorwurf der Untätigkeit und Verhinderung der Strafverfolgung
Das friedliche Zusammenleben in unserem Land, Demokratie, Solidarität,
unser Leben und unsere Zukunft werden von Neonazis und Neofaschismus
bedroht.
Die Mordserie der neofaschistischen Terrorgruppe, die sich
“Nationalsozialistischer Untergrund“ nennt, belegt auf dramatische
Weise: Neofaschismus ist keine Meinung, sondern ein Verbrechen.
Trotz der ungeheuerlichen Dimension und Brutalität dieser Morde sind sie
kein Einzelfall. Wir erinnern an das Oktoberfest-Attentat in München und
die Brandanschläge, Pogrome und Mordtaten in den 90er Jahren u.a. in
Solingen, Mölln, Lichtenhagen und Hoyerswerda. Eine Liste von Todesopfern
rechter Gewalt in Deutschland seit 1990 nennt die erschreckende Zahl von 182
Toten.
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